Meine Tipps gegen Wettkampf-Angst


Ich muss gestehen, dass ich ganz ganz selten Wettkampf- oder Prüfungsängste habe. Ich mache mich meistens im Vorfeld schon so verrückt, dass ich am großen Tag ganz ruhig bin, weil ich weiß, gut vorbereitet und bereit zu sein. Anders sieht das natürlich aus, wenn meine Vorbereitung nicht so gut stimmt - wenn ich beispielsweise zu wenig gelernt habe, nicht zum trainieren kam, krank war oder "einfach spontan aus dem Training heraus" laufe.

Deswegen kenne ich das Gefühl, an der Startlinie zu stehen und zu denken: "Das kann ich niemals schaffen". Sei es die Streckenlänge oder ein Zeitziel. Meine Tipps gegen Wettkampfangst gibt es hier:



1. Sei vorbereitet
Bereite dich rechtzeitig für den Wettkampf vor. Packe deine Sachen - alles, was du brauchst, plane deine Anreise. So kannst du entspannt in den Wettkampftag starten und musst nicht in letzter Minute alles zusammensuchen. Eine tolle Checkliste findest du hier (Runskills)

2. Trainiere nach Plan
Das ist nur ein Tipp von mir. Meiner Ansicht nach kann man sich viel mehr entspannen und sich eine gewisse Zeit / Strecke zutrauen, wenn man gut vorbereitet ist. Mir persönlich hilft es, nach einem Trainingsplan zu trainieren und somit nach jeder Einheit zu wissen, dass man seinem Ziel ein Stück näher gekommen ist.

3. Stecke dir A-, B- und C-Ziele
Ich glaube, diesen Tipp habe ich aus einem Bevegt - Podcast. Früher hatte ich immer nur ein Ziel - meistens eine bestimmte Zeit (zB 22.30 auf 5km). Wenn ich diese Zeit verfehlt habe, seien es auch nur einige Sekunden, war ich unzufrieden und fand den ganzen Wettkampf mies. Dass es nicht immer gleich gut läuft, man mal einen schlechten Tag hat etc - habe ich nicht berücksichtigt. Seitdem stecke ich mir immer A, B und C Ziele.

Beispiel: Halbmarathon - auch wenn es bis dahin noch einiges an Zeit ist, möchte ich meinen nächsten Halbmarathon in 1.43 laufen.
A - Ziel: 1.43

B- Ziel: 1.45
C - Ziel: gesund und mit Spaß ins Ziel kommen.

Das Ganze hilft mir, mich nicht so zu stressen.

4. Such dir Laufpartner
Ich fahre viel lieber zu Wettkämpfen, wo einige meiner Freunde oder Vereinskollegen auch am Start sind, als vollkommen anonym und auf mich allein gestellt teilzunehmen. Manchmal ergibt es sich, dass ich mit jemanden laufen kann, der mein Tempo läuft und zusammen ist man viel weniger gestresst und quält sich dennoch irgendwie mehr. Letzten Samstag wollte ich zB zum Einstieg bei einem 10km Lauf starten. Am Tag vom Lauf hatte ich gar keine Lust, war noch geschwächt von einer vorherigen Erkältung und plante "eine Zeit mit 47 Minuten". Ich bin mit einer Freundin zusammen gelaufen und wir sind mit 46.57 ins Ziel gekommen. Alleine hätte ich mich nicht so gequält, sondern hätte, sobald es hart wird, aufgegeben, da irgendwann klar war, dass ich noch unter 48 Minuten bleibe.

5. Erzähl niemanden von deinen Plänen
Aktuell habe ich keine großen Sportpläne, aber angenommen, ich würde mir wieder einen Halbmarathon als Ziel setzen oder gar einen 70.3 (heimlicher Traum von mir) oder einen Marathon, würde ich glaube ich erstmal niemanden davon erzählen, damit mich nicht jeder verrückt macht a la "Machst du auch genug lange Läufe?" "Wie schaffst du es, dein Studium und deinen Sport zu verbinden?" "Fährst du denn auch  genug Rad?"
Lieber für sich behalten, durchziehen und dann alle zum Staunen bringen.



Fotos: Erika Ehrenberg 




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