Unzufriedenheit und Selbstzweifel





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Eigentlich hatte ich diese Tage längst hinter mir gelassen. Tage, an denen ich mich selbst nicht mochte. An denen ich mich selbst nicht ertrug. An dem alles an mir falsch zu sein schien. Meine zu große Nase, meine Statur, mein Gesicht, mein Lachen, meine Haare. Alles nervte mich. Ich hinterfragte jede Entscheidung meines Lebens und scholt mich selbst für jeden einzelnen Fehler. Alles war falsch. Und dennoch gibt es diese Tage seit Dezember immer häufiger. Tage, an denen mir alles zuviel ist. An denen ich mir zuviel bin.


Ich denke, jede(r) kennt diese Tage. An denen einem alles zuviel wird. An denen man denkt, auf ganzer Linie zu versagen. An denen wir uns mehr und mehr in unser subjektives Unvermögen hineinsteigern anstatt uns darauf zu besinnen, was wir gut können. Was wir leisten. Was wir sind. Stattdessen vergleichen wir uns immer mehr mit den Menschen, die wir nicht sind. Die wir nicht so gut kennen, wie uns selbst und somit immer nur das sehen, was wir sehen sollen. Wir lassen uns blenden. Und erscheinen plötzlich mickrig und klein neben diesen Übermenschen.

Es fällt so schwer, diesen Tagen etwas Positives abzugewinnen. Aus diesem Strudel, der einen nach unten zieht wieder rauszukommen. Manchmal muss man es einfach akzeptieren und dabei wissen, dass das alles nur subjektive Eindrücke sind, die wollen, dass wir uns schlecht fühlen. Unser Gehirn spiegelt uns vor, wie schlecht wir sind, was wir für Versager sind - dabei ist das nicht der Fall. Und am nächsten Morgen - wenn wir in den Spiegel schauen, nach einer Nacht mit gutem und langem Schlaf - ist alles nur halb so schlimm. Und ehrlich gesagt: Eigentlich ist alles ziemlich gut.