Im Winter trainieren


Es ist kalt. Nass. Dunkel. Matschig. Wir sind müde, schlecht gelaunt weil wir im Dunkeln das Haus verlassen und im Dunkeln wieder nachhause kommen. Und jetzt sollen wir uns noch aus dem Bett aufraffen und Sport machen?
Heute war wieder ein Tag, an dem ich wirklich gar keine Lust hatte. Und trotzdem war ich draußen. Und habe mich bewegt. 

Hier kommen meine Tipps für euch, wie ihr auch im Winter an eurer Sportroutine festhaltet:

1. Verein / Verabredungen
Ich trainiere schon seit 10 Jahren in einem Verein , sodass ich rund um das Jahr an festen Trainingszeiten teilnehmen kann. Und es hilft mir so sehr dabei, eine einigermaßen ausgewogene Sportroutine hinzubekommen. Unsere Trainingszeiten sind zum Glück so spät bzw. früh, dass wirklich jeder daran teilnehmen kann. Wir starten oft erst um 20.30, sodass sich nach der Arbeit / Schule / Uni Zeit für Sport findet. Das kostet zwar ziemlich Überwindung, aber nach jedem Training bin ich froh, da gewesen zu sein.

Ich laufe im Winter auch Intervalle auf der Bahn. Zum Glück auch in einer Trainingsgruppe, denn alleine würde ich mich nie im Leben dazu motivieren, im Dunkeln und in der Kälte wild Runden wie um mein Leben zu rennen.

Wer in keinem Verein ist, kann sich mit Freunden zu einer Sportrunde verabreden oder sich einer Lauf-/Sportgruppe anschließen, die bei jedem Wetter draußen trainieren

2. Zeitplanung
Ich hasse es, im Dunkeln draußen Sport zu machen - einfach weil ich ein kleiner Angsthase bin. Als Studentin bin ich zum Glück oft zeitlich flexibel, sodass ich tagsüber draußen laufen gehen kann, wenn es hell ist (auch wenn das im Winter gefühlt nur eine kleine Zeitspanne so ist). Gerade in stressigen Phasen geht das aber nicht und ich muss früh morgens oder abends trainieren. Da ich morgens im Dunkeln einfach nicht laufen gehe, plane ich mein Training schon zu Beginn der Woche so ein, dass ich im Hellen laufen gehen kann - ein studentisches Privileg.
3. Early Bird
Als Voll-Berufstätiger hat man jedoch keine andere Wahl als früh morgens oder spät abends zu trainieren. Außer man kann in der Mittagspause laufen / sporteln gehen und hat eine Duschmöglichkeit. Runskills hat einen tollen Beitrag zum Thema Early-Bird - Laufen geschrieben, den ich euch hier verlinke.


4. Fitnessstudio
Wenn ich voll berufstätig wäre, würde ich mich straight wieder im Fitnessstudio anmelden um nicht im Dunkeln alleine draußen trainieren zu müssen. Das ist jedoch Geschmackssache. Aktuell trainiere ich schon knapp 2 Jahre ohne im Fitnessstudio angemeldet zu sein und es hat jedes Mal ach im Winter gut geklappt. 
Es gibt einen alten Blogpost von mir, wo ich die Vorteile und Nachteile von Fitnessstudio vs. Zuhause trainieren gegeneinander abgewogen habe und den ich euch hier verlinke.

5. Trainingsplan erstellen
Ich bin ein sehr strukturierter Mensch und plane mein Leben in allen Bereichen - auch im Sport. Ich trainiere eigentlich nie ohne Trainingsplan außer in Wochen nach einem Wettkampf, wo ich regeneriere, ansonsten immer nach Plan. Das hilft mir, schon zu Beginn der Woche meine Sporteinheiten in meinen Tagesplan zu integrieren und nicht "drauf los zu trainieren" und sich später zu wundern, warum ich diese Woche wieder keine Zeit für Sport hatte.

6. Ziele visualisieren
Wie kann ich motiviert am Ball bleiben ohne ein Ziel vor Augen? Richtig - das geht nicht. Also setze ich mir (das gilt für jeden Bereich meines Lebens) kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele, die ich erreichen möchte. Wenn es mit der Motivation hapert, führe ich mir genau diese Ziele vor Augen - und laufe los.