1 Jahr kein Alkohol / Mein Fazit


Am 31.12.2017 habe ich genau ein Jahr keinen Alkohol getrunken. Und heute Abend ist der Abend, an dem ich wieder "darf". Aber ich möchte nicht.

Warum ich aufgehört habe, Alkohol zu trinken:
Das klingt drastischer als es war. Denn ich habe nie "viel" Alkohol getrunken. Alkohol hat mir noch nie geschmeckt oder gut getan. Aber es gibt Phasen in meinem Leben (vor allem zu Beginn des Studiums) als ich abends oft unterwegs war - und immer getrunken wurde. Da ich von meinem Elternhaus keinen Alkohol gewöhnt bin (an dieser Stelle danke an Mama und Papa, nichts ist schlimmer als wenn Eltern ihren Kindern schon mit 13 den ersten Sekt in die Hand drücken), habe ich nie viel und gerne Alkohol getrunken. Ich war einfach nicht daran gewöhnt. 



Natürlich habe auch ich mal "einen über den Durst" getrunken. Und das ging ziemlich schnell - weil ich einfach keinen Alkohol vertrage. Und ich glaube jeder macht im Rauschzustand Dinge, die man später bereut. Aber auch das gehört irgendwie zum "Erwachsen werden" hinzu - wenn man das möchte. Ich bereue es nicht, teilweise das ganze Wochenende mit 3-6 Stunden Schlaf ausgekommen zu sein, weil ich immer dennoch gearbeitet, gelernt und trainiert habe. Aber ich brauche das nicht mehr. Ich bin 24. Ich bereite mich aktuell auf mein Examen vor und Ausreden a la "Ich habe keine Zeit fürs Arbeiten oder Sport, ich muss lernen" und dann jedes Wochenende feiern gehen, gibt es bei mir nicht. 

Generell habe ich eingesehen, dass es mir nicht viel gibt, viel feiern zu gehen. Auch wenn man es früher getan hat, um irgendwie "dazu zu gehören", so getan hat, als ob man dieses ständige Feiern-ohne-Grund genießen würde, so richtig habe ich es nie getan. Ich war dieses Jahr nur ein einziges Mal "feiern" - in einem Club. Natürlich war ich dennoch auf diversen Geburtstagen und somit oft "was trinken" - in meinem Fall meistens irgendeine Saftschorle, einen alkoholfreien Cocktail oder ein alkoholfreies Radler oder eine Cola light. Auf dieses Feiern gehen habe ich mich wochenlang im Voraus gefreut - einfach weil es mit sehr engen Freundinnen war und eine kleine Tradition: Wir gehen immer am 2. Weihnachtsfeiertag, wenn wir alle zuhause sind, zu trashiger Musik feiern. 


Outfit:
Jacke - Asos (stolen from Fiona - hier (Affiliate/ keine Kooperation)
Pulli - Zara
Hose - Formbelt* (hier kommt ihr zu meinem Artikel über Formbelt)
Rollschuhe - Luna Skates* - hier* (hier kommt ihr zu meinem Artikel über Luna Skates)

2016 habe ich mir vorgenommen, im Jahr 2017 keinen Alkohol zu trinken. Warum?

  • Examensvorbereitung
    Ich bin im März 2017 ins Rep gegangen und habe seitdem (mit 2 Wochen Pause) fast täglich für mein 1. Staatsexamen in Jura gelernt. Dazu passt trinken + feiern einfach nicht. Ich mache zwar oft einen Tag die Woche Lernpause (meistens Sonntag - ganz wie empfohlen:D) jedoch erledige ich Sonntag oft liegengebliebende Sachen, treffe meine Freunde + Familie oder mache viel Sport, was mir einfach wichtiger ist als verkatert im Bett zu liegen. Außerdem habe ich mir keinen Bock, über Alkohol meine Gehirnzellen zu zerstören, die ich das ganze Jahr mit soviel Wissen gefüttert habe :D
  • Gefühle
    Alkohol löst bei mir Depressionen aus bzw verstärkt depressive Stimmungen meinerseits. Oft geht es mir schon psychisch schlecht, während ich Alkohol trinke und am Tag danach zweifel ich an allem und jedem und am meisten in mir selbst. Ich verstehe nicht, weshalb ich jahrelang an meinem Selbstwertgefühl, Essverhalten etc gearbeitet habe und mir dies nun durch "nur ein bisschen Spaß haben" zerstören soll.

    Außerdem: Nun kommt der typische Standard-Spruch, den ich eigentlich nicht mehr hören kann: "Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben." Aber: True Story, Bro. Wenn ich Bock habe auf feiern und weggehen, dann bin ich gerne bis zum nächsten Morgen wach und hab Spaß beim Tanzen. Wenn ich eh keine Lust auf weggehen habe und das Ganze eher aus gesellschaftlichem Zwang passiert, dann macht mir der Abend - ob Alkohol ja oder nein - keinen Spaß.
  • Sport
    Ich bin kein Leistungssportler, sondern allenfalls ambitionierter Hobbysportler. Jedoch trainiere ich regelmäßig und strukturiert, weshalb die Disziplin beim Sport einfach nicht wegen des Alkohols umsonst gewesen sein soll. Dies ist jedoch nur ein kleiner Grund von all den Gründen, weshalb ich keinen Alkohol trinke.
  • Ernährung
    Auch ebenfalls nur ein Nebenfakt - aber sehr wichtig für mich. Ich achte oft akribisch auf meine Ernährung bzw habe seit Jahren Struggles, was mein Essverhalten angeht. Dennoch achte ich darauf, dass ich grundsätzlich gesund und ausgewogen esse und unnötige Kalorien vermeide (Einmal Schokolade essen ist für mich keine unnötige Kalorie). Ich befolge oft den Grundsatz "Don't drink your calories". Wer sich einmal mit den "Nährwerten" von Alkohol auseinandergesetzt hat, kann das Ganze oft nicht mehr so "genießen" wie früher. In meiner Essstörungszeit habe ich wenn Vodka mit Cola light getrunken, um möglichst wenig Kalorien zu mir zu nehmen und mich oft absichtlich nach dem Alkoholgenuss erbrochen, um die Kalorien zu beseitigen. Das ist nicht der richtige Umgang mit Alkohol. Genauso wenig wie die Taktik: Wenn ich abends feiern gehe und trinken will, esse ich tagsüber einfach nichts. Heute lebe ich nach der Devise: lieber keinen Alkohol trinken und dafür die Pizza / Gummibärchen / Pasta etc essen, nach der mein Herz sich verzehrt. Und die mir schmeckt. Denn Fakt: Alkohol schmeckt mir einfach nicht. (Hier wird das Ganze ganz gut verdeutlicht)
  • Droge
    Ich persönlich bin der Meinung, dass in unserer Gesellschaft einfach viel zu locker mit dem Thema Alkohol umgegangen wird. Es ist und bleibt eine Droge. Genauso wenig wie ich illegale Drogen konsumiere oder rauche, trinke ich Alkohol. Ihr könnt mich für einen Spaßverderber halten, aber das ist mir ziemlich egal. Mit genügend Menschen mit Alkoholproblemen in meinem näheren bis weiterem Umfeld habe ich genügend negative Erfahrungen mit dem Thema gemacht um mir dazu eine Meinung erlauben zu können. Ich möchte niemals von Alkohol abhängig sein um mich dadurch besser zu fühlen oder den Tag zu überstehen.


    Wie steht ihr zu dem Thema?

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