Sportunterricht



Sportplatz. Früher mein größter Feind, heute bin ich freiwillig mindestens 1x die Woche dort. 

Bei den Bundesjugendspielen kam ich nie über die Teilnehmerurkunde heraus. Ich habe die Momente gefürchtet, in denen es in der Schule hieß "heute gehen wir auf den Sportplatz".  Und ich habe es gehasst, mir beim Laufen die Seele aus dem Leib zu keuchen und trotzdem nicht vom Fleck zu kommen. Eine Runde erschien unfassbar lange. 

Der komplette Sportunterricht war der Horror für mich und eine willkommene Entschuldigung eine Krankheit, um nicht mitmachen zu müssen. Bis zur Oberstufe wusste ich genau wie es ist, immer als Letzte gewählt zu werden, diejenige zu sein, die niemand im Team haben möchte, weil sie nichts drauf hat und jeden Sportunterricht zu fürchten. Ballsportarten berühren mich bis heute nicht und ich versuche bis heute, soviel Abstand zwischen dem Turnen und rhythmischem Tanzen und mir zu bringen. Dennoch habe ich meine Liebe zum Laufen entdeckt. Langsam, aber sicher. Sie begleitet mich seit der Oberstufe, als ich angefangen habe, freiwillig laufen zu gehen. (Noch) nicht auf der Sportbahn aber auf einer 800m Strecke. 3, 4, 5 Mal die Woche. Immer und immer weiter. 

Die Kilos purzelten, ich wurde ausdauernder - und selbstsicherer. Und plötzlich erschien mir die Schule und der Sportunterricht nicht mehr wie ein Ausflug in einen Horrormovie, sondern wie eine Möglichkeit, zeigen zu können, was man drauf hat. Und im Abschlussjahr stand seit langem mal wieder der Cooper Test an. 12 Minuten Vollgas, bei dem ich damals die Note 1 erreichte (ich glaube ich lief 2400 oder 2500m). Und es machte mir Spaß, all die Mädels zu überholen, die sich früher über meine Figur lustig gemacht hatten, die es genossen, sich möglichst gemeine Kosenamen für mich auszudenken (mein Favorit weiterhin FeliciARSCH, weil mein Hintern anscheinend so groß war). Genugtuung. Karma gets you all.

An alle meine jüngeren Leserinnen, die mit Mobbing etc zu kämpfen haben, sucht euch Hilfe. Sprecht darüber. Steht auf. Steht zu euch selbst. Lasst das nicht mit euch machen. Keiner hat das Recht, euch solche Narben zuzufügen. 

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Kommentare :

  1. Danke das du ermutigen möchtest, und auch den Hinweis man kann alles schaffen, solange man es möchte.
    Liebe Grüße Nicole

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  2. Das kommt mir sehr bekannt vor, ich habe Sport als Kind auch immer gehasst. Mittlerweile stelle ich mich ganz gerne auf den Crosstrainer, wenn auch nur, weil ich da Seriengucken kann xD
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

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  3. Du bist so eine Motivation!
    Ichschaue immer mal wieder vorbei und gerade ich als vollzeit-Sportmuffel habe hier so viel Motivation und Inspiration für mich entdeckt.
    Ich finde deine Message auch super. Wie du mit Mobbing umgegangen bist und letzten Endes so eine tolle, motivierte Frau geworden ist.
    Klar ist das Thema blöd, aber wir als Blogger haben ene Vorbildfunktion und es ist schön, dass du dieses wichtige Thema ansprchst :D

    schau gerne auf meinem BLOG vorbei und auf INSTAGRAM

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  4. Oh Gott, das mit den Bundesjugendspielen spricht mir so aus der Seele, haha! :D Ich hatte auch ständig in Sprinten eine SECHS!

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

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  5. Sehr schöner Post, die ersten Zeilen hätten von mir stammen können, was habe ich den Sportunterricht doch gehasst! Ich habe mich zwar immer noch nicht mit damit anfreunden können, gebe meine Hoffnung aber nicht auf, endlich auch den perfekten Sport für mich finden zu können.

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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