STOP FIGHTING YOURSELF



Als Jugendliche sind wir wohl nie mit uns zufrieden. Wir wollen so aussehen wie unsere liebsten Schauspieler, eifern den "coolen Mädels" in der Klasse nach und wollen am liebsten alles an uns ändern, nur weil wir nicht unseren selbst gesetzten Maßstäben entsprechen.

Ich habe schon in meiner frühen Jugend immer recht viel gewogen. 70 - 73 Kilogramm waren ganz normal bei mir, in meinen "dicken" Zeiten in der 8. Klasse war ich schon bei 78 Kilo, mein höchstes Gewicht. Ich hatte sehr früh "weibliche Kurven" und war schon immer breit und muskulös gebaut, anders als meine zierlichen und kleinen Klassenkameradinnen. Mit 1.73 bin ich weder besonders groß, noch besonders klein; mit meinem aktuellen Gewicht von 70 Kilogramm entspreche ich wohl der gesellschaftlichen "Norm", aber früher habe ich mich immer merkwürdig gefühlt und mich selbst als "abnormal", als Abweichung von der Norm wahrgenommen.

Noch heute struggle ich mit einer falschen Selbstwahrnehmung, fühle mich schwer und massig neben schlanken Menschen, obwohl ich es nicht bin (wie ich objektiv auch weiß). Die subjektive Selbstwahrnehmung ist nur eine ganz andere. 

Aber ich weiß auch, dass man einige Sachen einfach nicht ändern kann. Meine Schuhgröße (40) wird sich niemals in eine zierliche 37 verändern, ich werde nicht mehr wachsen oder auf 1.60 schrumpfen. Ich habe braune Augen und braune Haare.
Ich habe nun einmal einen Körperbau, der schnell Muskeln aufbaut (Mesomorph) und über den ich mich als Sportlerin eigentlich glücklich schätzen sollte. Denn ich setze Fett sehr verteilt an, bekomme nicht nur einen dicken Bauch oder eine breite Hüfte, sondern verteile meinen Speck sehr gleichmäßig über meinen Körper :) Ich weiß aber auch, dass ich niemals wieder auf natürlichem und gesunden Weg mein Gewicht so weit runter drücken kann, dass ich lange, dünne Modelbeine habe und "dünn" bin. Denn das bin einfach nicht ich. Ich bin kompakt, stark und muskulös. In den Zeiten, in denen ich 47 Kilo gewogen habe, sah ich einfach nur krank aus, halb verhungert, meine Haare sind mir ausgefallen und mein Gesicht war eingefallen. Und genau zu dieser Zeit wurde ich in der Uni angesprochen, ob ich nicht für eine regionale Marke modeln möchte. Ich entsprach dem Schönheitsideal der Gesellschaft. Und ich fand mich immer noch zu dick. Um so auszusehen, habe ich 700 Kalorien am Tag gegessen, mich nur noch von Gemüse und entrahmter Milch und Kaffee ernährt, war jeden Abend um 18.00 müde und erschöpft, hatte keine Energie (woher auch?) und bin jeden Tag manisch 1 Stunde joggen gegangen, um mir "mein Essen zu verdienen". 

Nicht nur, dass ich dieses Schönheitsideal nicht mehr verfolge und mich nun rückblickend viel zu dünn fand, ich möchte dort auch nicht mehr hin zurück. 
Wir sollten aufhören, uns selbst zu bekämpfen und anfangen, uns zu akzeptieren und mit uns zu arbeiten, anstatt gegen uns.







Outfit

Uhr - Garmin 910
Shirt - Nike (USA)
Hose - Under Armour (von diesen Under Armour Shorts habe ich 3 Stück und ich liebe sie. Meine älteste habe ich seit ich 17 bin (6 Jahre) und sie sieht ungelogen aus, wie am ersten Tag trotz des häufigen Tragens und Waschens. Eine günstigere Marke (im Vergleich zu anderen Sportmarken) mit Top-Qualität. Ich arbeite nicht mit Under Armour zusammen oÄ, sondern dies ist meine eigene Meinung und Empfehlung)
Schuhe - Saucony
alles selbst gekauft



Wenn du nach dem Sport noch gut aussiehst, hast du etwas falsch gemacht.