KOLUMNE: Liebeskummer / @definitelymarie



Heute gibt es einen Text für euch, den nicht ich, sondern meine Freundin Marie verfasst. Sie hat bereits hier über "Ghosting" geschrieben.
Wir sind sehr auf euer Feedback gespannt.

Die Sache mit dem Liebeskummer. Tagsüber denkt man sich „es geht schon irgendwie“, schleppt sich von Termin zu Termin, steckt die Nase in Bücher oder ins Smartphone, hält sich genügend Menschen um einen herum, die ablenken.
Und dann bricht die Dunkelheit über dem Tag ein und es wird Nacht. In der Nacht wird alles schlimmer, alles tut mehr weh und die kleinen Probleme kommen einem viel größer vor, hat mein Papa mal gesagt. Und so ist es auch. So liegt man dann da. Im Bett, die Musik hörend, die man sich geschworen hat, nicht mehr anzurühren. Und nach einigem Fingertippen erleuchten alte Nachrichten und gemeinsame Fotos den Display des Smartphones. Und dann bricht es über einem ein, wie das abendliche Gewitter nach einem langen Sommertag. Tränen strömen wie die Regentropfen aus dem Wolkenbruch. Und man fragt sich, warum man sich das antut?
So naiv und selbstzerstörerisch.
Aber irgendwie brauchen wir diese Nächte, in denen es alles über uns hineinbricht.

„The smell after rain, the feeling after cry, the sound of a second chance“
Ich hatte sie heute alle. Außer die zweite Chance. Aber braucht man die überhaupt? Braucht man eine zweite Chance von jemanden, der einem (aus welchen Grund auch immer) nicht braucht? Nicht wirklich. Happy-Time is Me-Time. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben und nur ich kann mich wirklich glücklich machen. Klar wird es immer Menschen geben, die in mir das Gefühl der tausend kitzelnden Schmetterlinge hervorrufen werden oder mir einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die wird es definitiv geben. Nur er wird es nicht sein. 
Aber ich bin die einzige Person, die in der Kommandozentrale meines Glückes sitzt. Ich hab die Fäden in der Hand und kann bestimmen, welches Stück gespielt wird. Ist das nicht aufregend und total spannend? Es heißt schließlich nicht umsonst "jeder ist seines Glückes Schmied". Wir müssen aufhören, unser Glück von anderen abhängig zu machen und wieder anfangen, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

JETZT! Nicht mehr weinen, nicht mehr fluchen, nicht mehr grübeln und vor allem aufhören, auf der Stelle zu treten. Wenn sich die eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Als los ab durch die nächste Tür und nicht der Zugefallenen nachtrauern, bis die nächste wieder zufällt. Und was heißt schon glücklich sein?
Niemand ist jeden Tag 24/7 glücklich, Niemand.
Es gibt Scheißtage und Scheißmonmente, aber fröhlich kann man immer sein. Fröhlichkeit und Lachen - Das geht immer. Einfach die Mundwinkel nach oben schieben, dann fällt alles leichter.




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