Den Spaß am Sport (wieder-)finden - Wettkampfplanung2017




Puh, letztes Jahr hatte ich für 2017 noch hochfliegende Pläne: Köln Swim & Run, Triathlonliga, viel Radfahren, viele olympische Distanzen, und und und. Aktuell bleibt das leider alles auf der Strecke, da ich andere Sachen zu tun habe, die für meine Zukunft weitaus entscheidender sind als zu trainieren. Was nicht bedeutet, dass ich nicht mehr trainiere, ich laufe grundsätzlich weiterhin meine 4 Einheiten die Woche und versuche, 2 - 3 x ins Schwimmtraining zu gehen - Zeit für Rad- und Krafttraining habe ich jedoch aktuell keine und auf der Blackroll sucht man mich ebenfalls vergebens.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr so etwas wie eine Radgrundlage aufbauen, um nächstes Jahr meine erste Mitteldistanz zu machen, die natürlich auch unter 5.30 gefinisht werden soll. 
Außerdem möchte ich meine Laufzeiten verbessern, wieder schneller schwimmen, und und und. Da ich diese Ziele aktuell leider in weiter Ferne sehe und merke, wie mich mein Sportpensum eher stresst, anstatt es mir gut tut, habe ich meine Ziele angepasst.
Nachdem bereits der Frankfurt HM nicht so lief, wie geplant, habe ich meine Ziele nach unten geschraubt. Mir geht es 2017 nur darum, möglichst gut durch das Rep - Jahr zu kommen und mich optimal aufs Examen (Rechtswissenschaften) vorzubereiten. 



  • Ich werde keinen Halbmarathon in Mainz laufen und auch ansonsten sind HMs dieses Jahr gestrichen - bis auf ggfls. den Halbmarathon in Köln am 02.10.17.
  • Ansonsten gehe ich bisher nur am Sonntag in Leipzig beim Leizip Marathon über die 10km an den Start. 
  • Am 23.04 laufe ich beim Maarauelauf die 11 km und pace meine Freundin. 
  • Am 16.5 haben wir eine kleine, interne Vereinsmeisterschaft über 3000m. 
  • Am 20.5 laufe ich mein erstes Obstacle Race beim Spartan Race in Berlin zusammen mit meinem Freund
  • Am 11.06 starte ich ggfls für unsere Liga beim Woogsprint, genauso wie ggfls am 20.8 auf der OD in Rodgau
  • Am 23.07 starte ich beim Leipzig Triathlon.
  • Und im September geht es wie jedes Jahr zum 25h Lauf

Ansonsten habe ich dieses Jahr noch keine Wettkämpfe geplant. Irgendwie sieht mein WK Kalender ziemlich leer aus - aber das soll auch so bleiben. Welche Wettkämpfe habt ihr dieses Jahr vor? 
Einige kleine Läufe werde ich wohl noch absolvieren, jedoch kenne ich mich selbst leider zu gut. 

Ich setze mich schnell unter Druck und verliere darüber hinaus dann schnell den Spaß am Sport. Jede Einheit stellt eine Quälerei dar, die ich so gut wie möglich und so schnell wie möglich hinter mich bringen will, da sie mich anstrengt. Das Prinzip des Trainingsweltmeisters kennt hier wohl jeder. Tauchen auf meinem Trainingsplan Zeiten auf, von denen ich mir nicht vorstellen kann, sie zu erreichen, setzt mich das so unter Druck, dass ich wie eine Verrückte drauf los sprinte und damit zwar jedes Mal die Zeit laufe,  jedoch unter äußerstem Druck und Anspannung - und mit der Angst vor dem Blick auf die Uhr.
Tauchen in meiner Strecke Berge auf, mein Trainingsplan ist jedoch für die flache Strecke geplant und damit die Pace auf flacher Strecke auch leichter zu laufen, "stresst" mich das so, dass ich die ganze Strecke viel zu schnell laufe, aus Angst, wegen eines Berges insgesamt zu langsam zu werden. Das sind alles nur Beispiele.




Sport soll Spaß machen. Er darf auch hart sein, darf mich an meine Grenzen bringen und mir alles abverlangen, aber er soll dabei Spaß machen. Ich liebe (fast immer) das Tempotraining auf der Bahn, auch wenn es hart ist und ich im Vorfeld immer daran zweifle, diese Einheit zu packen. Wie die beiden letzten Intervalleinheiten - einmal mit meinem Freund (Blog / Instagram), der selbst Probleme hatte und deswegen mit mir mitgelaufen ist und mich gepacet hat. Und mich dazu gebracht hat, die Einheit durchzuziehen, als ich nach 3 x 1000m aus Faulheit aufhören wollte. Oder als mein Trainer und bester Freund mit mir gelaufen ist, obwohl das ganze für ihn dann eher regenerativ ist. Das macht mir Spaß. Mich frühmorgens aus dem Bett zu quälen, um nüchtern einen langen Lauf abzureißen, ist für mich lediglich Bestrafung.

Natürlich kann nicht alles Training Spaß machen. Meine montanmorgendlichen Schwimmeinheiten um 6.30 sind für mich auch nicht der pure Spaß (die richtigen Streber sind schon um 6.00 im Becken ;)) und das Aufstehen fällt mir jedes Mal von neuem schwer aber beim Betreten des Schwimmbads geht es mir immer wieder gut und ich weiß, warum ich das mache.
Mich am Wochenende für 3 Stunden auf mein Rad zu quälen, würde mich zwar triathlontechnisch weiterbringen, jedoch fehlt mir aktuell die Zeit für derart lange Einheiten, sodass ich meinen Fokus lieber auf kurze, knackige Trainingseinheiten richte und somit die Einheiten, die mir Spaß bereiten und auf die ich mich freue.

Es fällt mir einerseits schwer, beim Training kürzer zu treten und weniger zu machen, zugleich habe ich aber auf einmal wieder mehr Zeit und Energie für die Dinge in meinem Leben, die für mich eine höhere Priorität als der Sport einnehmen. Das kann jeder für sich selbst entscheiden, aber ich fühle mich so am wohlsten.





Schuhe: Saucony Kinvara
Sleeves: Brooks (Geschenk einer Freundin)
Hose: Under Armour
Top: Nike
Sport Bra: Nike






1 Kommentar :

  1. Wow ich find du hast trotzdem noch ein sportliches Ziel vor der Nase! Ich bin ja immer noch nicht soe gröpßte Läuferin, auch wenn sich meine abneigung gegen das Laufen langsam immerhin verbessert hat. Trotzdem bewunder ich Leute wie dich, die so diszipliniert sind :)
    Liebste Grüße
    Heidi von www.wilderminds.de

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