Lemberger Diät und Frankfurt Halbmarathon




Hallo zusammen,
letzten Sonntag bin ich in Frankfurt auf der Halbmarathondistanz gestartet. Im Vorfeld wollte ich - wie ich es schon oft wollte, aber noch nie durchgezogen habe, die Glykogensuperkompensation ausprobieren. Mein Trainer hatte mir das schon mehrere Male empfohlen, aber auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist mir noch nie leicht gefallen.  Fitmedmary hat in ihrem Blogpost alles so super erklärt, dass ich mich gar nicht traue, es in meinen Laien - Wörtern zu beschreiben. Also: Wen es interessiert, was dieses komplizierte Wort bedeutet, schaut bei Fitmedmary vorbei.











Ich habe mich - wie auch schon Mary - für die Lemberger Diät entschieden und wollte euch hier an meinem Essen teilhaben lassen. 
Ich habe die "Diät" nicht so strikt verfolgt, da ich immer versuche, meine Ernährung alltagstauglich zu halten, um mein soziales Leben nicht einzuschränken ;) Auch bei Obst habe ich grundsätzlich jedes Obst gegessen, allerdings habe ich die 4 Tage auf Bananen und meine geliebten Datteln verzichtet. Auch bei Gemüse habe ich alles gegessen und nicht etwa Paprika oder Karotten verschmäht ;) Ich brauche aktuell alle Energie, die ich brauche und möchte mich nicht selbst kasteien, indem ich ketogen esse. 
Weder Makros, noch Kalorien habe ich gezählt, sondern mich einfach auf meine innere Intuition (und die Kalorientabellen in meinem Kopf, die ich dank meiner Vergangenheit immer noch habe) verlasse. 

Grundsätzlich habe ich auf folgende, kohlenhydratreiche Lebensmittel verzichtet

  • Müsli und Haferflocken
  • Brot
  • Nudeln
  • Reis
  • Kartoffeln
Was habe ich so gegessen? Erst einmal fiel es mir schwer, die Hände von Schokolade zu lassen, deswegen gab es auch einmal etwas Schokolade (meine geliebte Tonys Chocoloneys). 


Dienstag:

- Frühstück: Quark mit Obst zum Frühstück
- Mittag: Salat + Omelette
- abends: Salat
- Snacks: Obst, Schokolade



Mittwoch: 
- Frühstück: Quark mit Obst
- mittags: Gemüse, Käse, Tofu
- Snack: Babynahrung
- abends: 1 Flammkuchen (50g KH) und Salat bei Britta
(Der Flammkuchen passt natürlich nicht optimal in die Low Carb Phase der Lemberger Diät, aber ich wollte gerne etwas leckeres in der neuen Wohnung meiner Freundin essen. Außerdem sind 50g KH nichts im Vergleich zu meinen gewohnten Mengen KH ;))


Donnerstag
- Frühstück: Smoothie und etwas Low Carb Müsli 
- Mittag: Mensa (Bohneneintopf)
- Snack: 2 Äpfel + Schokolade
- abends : Salat





Freitag (Wiederaufnahme der Kohlenhydrate)
-  Frühstück: Handkäs :D
- Reisnudelsalat a la Fiona
- Burger mit Kenneth



Samstag (Kohlenhydratpower):
- Frühstück: American Brunch

- Gummibärchen
- abends: Nudeln
Sonntag (Wettkampf)
- Frühstück: 2 Weißmehlbrötchen mit Butter und Honig

- Snack: Müsli
- Abendessen: Pizza


Der Halbmarathon - 12.03.2017
Nachdem ich auch 2016 den Frankfurt HM als meinen 2. HM überhaupt (und den ersten, der mir Spaß gemacht hat) gelaufen bin, wollte ich auch dieses Jahr wieder, zusammen mit Kenneth, laufen. Der Verrückte ist seinen 1. HM in unglaublichen 1.20.59 gelaufen - trotz Verletzung und Erkrankung im Vorfeld . 

Ich habe sogar in den Tiefen meines Archivs gekramt und hier den Link zum Bericht von 2016 - Wahnsinn, dass dazwischen nur ein Jahr liegt, es hat sich einfach soviel verändert seitdem.

Wir sind früh losgefahren - und standen leider dennoch vorm Parkplatz so sehr im Stau, dass wir jemanden vor Ort losschicken mussten zum Startnummer holen :) Eine halbe Stunde vorher waren wir dort, sind uns schnell eingelaufen und dann schon in den Startblock. 

Als persönlichen Pacemaker (;) langsam denke ich, ich kann keinen Wettkampf mehr alleine laufen, es ist einfach so schön jemanden zu haben, der einen zieht) ist ein Freund vom laufen mit mir gelaufen, für den meine angepeilte sub 1.45er Zeit ein Spaziergang war. 
Nachdem ich meinen dritten HM in Köln in 1.45.03 gelaufen bin, wollte ich diese Zeit einfach nur unterbieten - (mein Bericht zu Köln: hier). Die Vorbereitung lief - bis auf die letzten 2 Wochen in den USA - sehr gut, obwohl ich durch die USA natürlich 5 Wochen lang kein Tempotraining absolviert habe - und die langen Läufe etwas geschwänzt habe, mein längster Lauf waren im Vorfeld damit 16km ;) 

Trotzdem fühlte ich mich fit an den Tag, konnte mich noch gut mit meinem Pacemaker unterhalten.  Eigentlich wollten wir 4.55/km loslaufen, es wurde dann doch etwas schneller, sodass mein Trainer, der das erste Mal bei km 7 stand, mir zurief "Das ist aber nicht 4.55/km ;)". Die 10km sind wir mit 48.30 durch und bis dahin lief alles super. Jedoch merkte ich schon ab km 12, dass ich ganz schön erschöpft war (eigentlich kommt mein Halbmarathoneinbruch ab km 17), sodass es mir schwer fiel das Tempo zu halten. Bei km 14 rief ich meinem Trainer noch zu, dass ich nie wieder einen Halbmarathon laufen werde (ich plane gerade Mainz HM ;)) Die 16km gingen dann nur noch in 1.20.41 und ich wurde konstant schlechter und langsamer. Als mein Pacemaker nochmal Tempo anziehen wollte, musste ich ihm mitteilen, dass es für mich nur noch ums ankommen ging und mir jede Zeit egal war - typisches Aufgeben im Kopf ;) Das letzte Gel auf km 17 schlug mir dann noch so auf den Magen, dass ich mich fast übergeben musste und wir kurz gehen mussten. In dem Moment hatte ich das Gefühl, nie wieder weiter laufen zu wollen ;) Irgendwann bin ich wieder losgelaufen ,weil ich den Wettkampf auf jeden Fall finishen wollte und meinte zu meinem Begleiter, dass es hoffentlich hauptsache sub 1.50 sind. Dank kleinem Zielsprint wurden es dann sogar noch 1.46.24 - für die ganzen Probleme auf der Strecke bin ich damit zufrieden. 

Das schönste am Lauf war auf jeden Fall die ganze Unterstützung, mein Trainer und seine Frau, die extra mit dem Rad frühmorgens kamen, meine zwei Freundinnen, die sich mit Jeans in den Startblock geschlichen haben, um mir viel Erfolg zu wünschen und die treuen Seelen vom 25h Lauf Team, die uns auf der Strecke zugejubelt haben. Außerdem war es schön, Lisa und Anika mal persönlich zu treffen, wofür Instagram doch alles gut ist!






Quelle: Sport Online


1 Kommentar :