10km Schwimmen / Was ich vom Sport gelernt habe


Hallo ihr Lieben,
weil ich soooviele Fragen zum 10h schwimmen bzw. meinen ersten (und erst einmal letzten :D) 10 km im Wasser bekommen habe, wollte ich euch diese in einem kurzen Post beantworten verbunden mit den Dingen, die ich vom Sport gelernt habe. 

Wie bereits letztes Jahr sind wir Mädels von meinem Verein beim 10h Schwimmen in Geisenheim an den Start gegangen - ihr findet hier einen Zeitungsartikel dazu. 
Am Vorabend kam Elena deswegen schon zu mir und wir hatten einen super schönen entspannten Mädelsabend. 
Sie bloggt jetzt übrigens auch unter Ellita-Elena.


Wir hatten uns vorgenommen, nachdem wir letztes Jahr jeder ca 8km geschwommen sind, dieses Mal die 10km voll zu machen. Das Ganze ist - anders als der 25h Lauf - kein klassischer Wettkampf mit Konkurrenten, sondern alles sehr familiär und entspannt gestaltet. Jeder darf so lange, sooft und soviel schwimmen wie er möchte. Wir sind die 10km aufgeteilt in 7km (einschwimmen, 120 x 50m, ausschwemmen) und 3km geschwommen - dazwischen gab es eine große Essenspause ;) Für mich war es nicht schlimm, 10km zu schwimmen, eher langweilig, aber auf jeden Fall nicht so anstrengend und ermüdend wie ich mir einen Marathon vorstelle. Es ging eher darum, dran zu bleiben, nochmal zu wenden, noch eine Bahn zu ziehen obwohl man das ganze Schwimmbad schon satt hatte. 

 Ich konnte nur abends sehr gut schlafen und hatte die nächsten Tage nicht wirklich Lust zu schwimmen, Muskelkater etc blieben zum Glück fern ;) 



Was ich vom Sport gelernt habe:
Am Tag des 10h Schwimmen kam mir in den Kopf, wie sehr ich mich weiterentwickelt habe bzw wie unrealistisch es in meiner Jugend gewesen wäre, mich bei so einem Langschwimmen zu sehen. Auch wenn ich mit 13 in den Triathlonverein eingestiegen bin, ging es bei uns immer um den Spaß im Training. Natürlich haben wir auch trainiert aber ich war immer die erste Person wenn es ums quatschen und ums "sich ums Training drücken ging". Ich war immer mit Abstand die langsamste wenn es ums Laufen und Radfahren ging und auch beim Schwimmen waren die anderen, die allesamt vom Leistungsschwimmen kamen, mir lange Zeit überlegen. Es ging für mich immer nur darum so lange wie möglich mitzuhalten, nur um dann frustriert festzustellen, das wieder alle auf mich warten mussten. Wirkliche "Leistungen" habe ich damals nicht erbracht und die 5km im Wettkampf haben sich immer wie "Sterben mit Anlauf" angefühlt. Seitdem ich den Sport jedoch wieder etwas ernsthafter betreibe (eigentlich erst seit Dezember 2015), habe ich mich persönlich (nicht nur beim Sport) weiterentwickelt.  


1. Ziele setzen
Ohne Ziele keine Erfolge! Auch wenn es manchmal schwer ist, sich ein bestimmtes Ziel (ob im Leben oder im Sport) zu definieren, kann man nur mit Ziel vor Augen ehrgeizig und diszipliniert dafür arbeiten. Genauso wenig wie ich ohne Trainingsplan für einen Wettkampf (ob 10km Lauf oder Sprinttriathlon) einfach vor mir her trabe, lerne ich grundlos ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben (zB Staatsexamen). Um hart an sich arbeiten zu können, benötigt man ein Ziel vor Augen, welches man visualisieren kann - gerade in Zeiten, in denen es hart, langatmig und anstrengend ist.


2. In kleinen Etappen denken
Noch vor einem Jahr habe ich mir Zeiten, die ich gerade laufe, nicht einmal im Traum vorstellen können, sodass ich nicht weiß, was mich in einem Jahr erwartet - oder in 5. Soweit denke ich jedoch nicht. Ich teile mein "großes Ziel" in kleine Teilziele ein - zunächst möglichst viele  Probeexamensklausuren möglichst gut zu schreiben, die 5km in Sub22 zu laufen, 21.30, sub 21, flache 20, etc. Von 0 auf 100 erreicht man gar nichts, zudem "schrecken" große Ziele schnell ab, man wird mutlos und traut sich kaum zu, an sie zu denken. Genauso wie ich während eines harten Trainings immer nur an den nächsten 1000er denke oder beim Schwimmen an die nächsten 50m anstelle an die bevorstehenden 3 Schwimmkilometer, setze ich mir kleine "Teil"-Ziele.


3. Durchhaltevermögen
Meine Mum meinte immer, ich hätte keine "Frustrationstoleranz". Sobald etwas nicht so läuft, wie ich es möchte, höre ich grundsätzlich auf und versuche es gar nicht erst. Zumindest habe ich das immer so gehandhabt. Ich hasse Rückschläge und kann mit Niederlagen nicht umgehen. Seitdem ich aber regelmäßig Sport treibe und im Rahmen dessen auch schon mehrere Wettkämpfe absolviert habe, weiß ich, dass es sich lohnt, dranzubleiben, auch wenn es weh tut. Und auch wenn es eine Zeitstrafe gibt, ist es kein Grund aus dem Wettkampf auszusteigen, sondern weiterzumachen ;) Wenn man durch eine Klausur/Hausarbeit fällt, ist das ganz normal und kein Grund, am ganzen Studium zu zweifeln.




4 Selbstbewusstsein
Durch den Sport bin ich um einiges selbstbewusster geworden. Früher war ich eher das stille Mäuschen, habe mir nichts zugetraut, ständig an mir gezweifelt. Niemals hätte ich mich getraut, diesen Blog hier durchzuziehen, gewisse Dinge im Studium zu machen (wie einen Moot Court oder ein freiwilliges Seminar mit verbundenen Referat vor vielen Leuten) oder auch einfach an mich zu glauben. Durch den Sport lernt man sich und seinen Körper neu kennen, entwickelt Stolz und Stärke und eliminiert Selbstzweifel ;)

5. Teamgeist
Auch wenn Triathlon ein Einzelsport ist, startet man zumindest in der Liga im Team und trainiert auch viel mit anderen zusammen - sonst wäre es ja eintönig und langweilig ;) Durch das Training mit Freundinnen und Freunden habe ich gelernt, Rücksicht zu nehmen, zu warten, meine eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben und mich stattdessen auf eine andere Person einzustellen. 

6. Ehrgeiz entwickeln
Die letzten Kilometer auf einem Halbmarathon, die letzten 400m auf der Bahn, sie tun immer weh. Aber es lohnt sich, das Tempo beizuhalten, bis zum Schluss dranzubleiben. Mein Kopf ist sehr viel stärker geworden und ich 


Kommentare :

  1. Das ist super schön, dass dir das schwimmen soviel zurückgibt! Ich spüre ähnliches, wenn ich ausgiebig sport mache. Ab morgen geht es bei mir wieder los, nachdem ich krankheitsbedingt länger ausgefallen bin :)
    xo,
    Louisa

    www.theurbanslang.com


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  2. Das ist echt ein toller Post! danke für deinen lieben Kommentar! Habe dir gerade über bloglovin gefolgt, weil ich deinen blog so schön finde!! :)
    Allerliebste Grüße, Rahel - www.justrahel.blogspot.com

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  3. Wow!! Eine tolle Sache!! Das finde ich wirklich super!! Schwimmen sollte ich auch mal wieder gehen!

    Liebst
    ♘ www.sugarpopfashion.com ♘

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  4. Wow das ist ja mal eine Leistung. Ich ziehe den Hut vor dir
    http://carrieslifestyle.com

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  5. Ich beneide Menschen, die so diszipliniert sind und Dinge durchziehen - vor allem Sport! Ich bin da irgendwie ne richtige Niete.. :D

    ❤, Sabrina

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