Ernährungsumstellung - UPDATE (3 Wochen)


Hallo zusammen,
Heute gibt es ein kleines Update meiner Ernährungsumstellung über die ich bereits hier einen Bericht geschrieben habe.
Mir fiel es erstaunlich leicht, auf Milchprodukte zu verzichten (eigentlich das, wovor ich immer am meisten Respekt hatte, weil ich Milch eigentlich über alles liebe, im Kaffee dringend benötige und auch gerne pur trinke). Ich fing also an, in meinem Kaffee alle möglichen Pflanzenmilchvarianten auszuprobieren (schwarzer Kaffee kommt übrigens nicht in Frage) und habe meine Lieblinge schnell gefunden: Alpro Soja Milch (aufgeschäumt) und Kölln Hafer Milch Vanille. Meinen Kaffee habe ich die kompletten 3 Wochen mit Pflanzenmilch getrunken und spüre kaum noch einen Unterschied. Jetzt bei meiner Oma habe ich mir als erstes im Supermarkt eine Packung Alpro Soja light (anscheinend ein Geheimtipp) geholt, damit ich etwas für meinen Kaffee habe. Ich habe einmal dagegen "verstoßen", als ich auf dem Weg von Lara zur Arbeit DRINGEND Koffein benötigte und es keine Sojamilch gab - wie gesagt: bevor ich meinen Kaffee schwarz trinke, "sündige" ich lieber ;) 

Ich finde es übrigens nicht schlimm, dass ich mich die 3 Wochen jetzt nicht 100% an die "Regeln" gehalten habe. Essen soll mir etwas Gutes tun und mich nicht einengen oder mir ein schlechtes Gewissen oder Zwang bereiten.  Ich verzichte grundsätzlich auf bestimmte Lebensmittel, damit es mir gesundheitlich besser geht. Und wer Jura studiert weiß: Zu jedem Grundsatz gibt es eine Ausnahme ;) Erstaunlicherweise ist mir in diversen Kaffees schon fast die Lust auf Milch vergangen, sodass ich in der Sauna lieber zu einem Glas Wasser gegriffen habe und gar keine Lust auf einen Latte Macchiato hatte. 



Auch Käse konnte ich bisher gut aus meiner Ernährung streichen obwohl ich gemerkt habe, dass veganer Käse keinen adäquaten Ersatz  darstellt. Gerade in der Uni gibt es eine riesige Auswahl an veganen Speisen und da ich, immer wenn ich auswärts essen war, beim Asiaten (Vietnamese / Thai) war, habe ich über all etwas zu essen gefunden. Außer am Sonntag als ich Pizza essen war - die Pizza war mit Rucola und Scampi (Fisch ist erlaubt und erwünscht) belegt und da ich diese Art von Pizza nur ohne Käse kenne, war ich der Meinung, diese wäre ohne Käse - falsch gedacht. Der wenige Käse, der drauf war, hat mir jedoch nicht geschadet. 

Fleisch - Auf Fleisch habe ich bis jetzt größtenteils verzichtet, obwohl mageres Fleisch "erlaubt" ist. Ich esse Fleisch einfach sehr ungern, es schmeckt mir nicht mehr so wie früher - teilweise aus ethischen, aber eben auch aus Geschmacksgründen. Als ich meiner Oma versucht habe, klar zu machen, dass ich gerade auf Fleisch und Milchprodukte größtenteils verzichte, hat sie das so akzeptiert aber im selben Satz wieder vergessen und gefragt, ob ich nicht Fleischsalat zum Abendessen haben möchte :) Ich glaube, gerade für die Generationen, die den Krieg noch miterlebt haben, ist es sehr schwer, nachzuvollziehen, dass manche Menschen freiwillig auf Nahrungsmittel verzichten - auch wenn es nur Gruppen sind. Deswegen werde ich das in den 3 Tagen bei meiner Oma nicht so eng sehen und auch mal etwas Fleisch essen, wenn sie das extra für mich kocht. Das ist aber von jedem die eigene Entscheidung, wie flexibel er da ist oder sein möchte. Meine Oma hat damals meine komplette Essensproblematik mitbekommen, macht sich bis heute große Sorgen, ob ich denn genug esse (JA, tue ich ;) - mehr als genug) , sodass ich ihr sicherlich keine weiteren Sorgen damit bereiten möchte, dass ich strikt auf gewissen Nahrungsmittel zwanghaft verzichte. Dies ist kein Affront an Veganer  / Vegetarier / etc sondern meine eigene Meinung und Stellungnahme - vor allem im Hinblick auf meine Vorgeschichte. 

Zucker
Ich muss sagen, dass es mir die letzte Woche (die ersten 2 Wochen gingen problemlos) extrem schwer gefallen ist, auf Zucker zu verzichten, ich habe fast jeden Tag relativ viel von der veganen Schokolade ("ist ja dann gesund" - NOT) vernascht und die Gummibärchen meiner Schwester mussten auch dran glauben. Das typische Emotional- Eating. Das ist der Punkt, an dem ich noch arbeiten möchte. Früher habe ich Süßigkeiten weder gebraucht, noch sonderlich begehrt, mir fällt es einfach unglaublich schwer, Maß zu halten. Entweder ich esse keinerlei Süßes oder die ganze Packung ;) Wenn jemand Tipps hat, her damit! :)





Wohlfühlen
3 Wochen sind keine lange Zeit, aber zumindest ein Anfang. Ich habe mich in der Zeit ohne den ganzen Zucker unglaublich gut gefühlt, war sehr viel wacher und fitter als sonst, habe weniger Schlaf gebraucht (sonst ist es Standard, dass ich 8-9 Stunden gut schlafe, aufwache und immer noch nicht wirklich wach bin). Meine Haut ist besser geworden - bereits nach einer Woche ohne Milchprodukte. Meine Entzündungen heilen weiter ab und ich fühle mich gut. Zudem habe ich das Gefühl, mehr Kraft und Durchhaltevermögen beim Sport zu haben, mehrere intensive Trainingseinheiten ohne großen Muskelkater weggesteckt zu haben und schnell zu regenerieren. 

Gewicht
Der Punkt, der wahrscheinlich die meisten interessiert. In den ersten 2 Wochen habe ich bereits 1 Kilo abgenommen, was ich mir durch meinen Zuckerkonsum und meine Sportpause von 4 Tagen jedoch schön wieder angefuttert habe. Wie gesagt: in der Zeit ohne den Zucker habe ich mich super wohl in meinem Körper gefühlt. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen den Zuckerkonsum wieder weiter gedrosselt bekomme, sodass ich mich wieder wohler in meinem eigenen Körper fühle.