@eattraincare Die richtige Gesichtspflege


Hallo zusammen,
Nachdem ich euch bereits hier meine Gesichtspflegeroutine vorgestellt habe, die durch Sarah von Eat Train Care zustande kam und optimiert wurde, wartet heute ein Gastbeitrag von Sarah auf meinem Blog zu euch zum Thema: "Die richtige Gesichtspflege".






Gesund aussehen und viel wichtiger, sich auch so zu fühlen, dafür werden allerorts Laufschuhe geschnürt, Gewichte bewegt, Bahnen durchs Schwimmbecken gezogen - ich glaube, ihr wisst, worauf ich hinaus will. Aber auch eine bewusste und ausgewogene Ernährung gehört für die meisten zu einem aktiven Lebensstil. Denn Gesundheit ist ein hohes Gut und wenn es also etwas gibt, das man bewusst unternehmen kann, damit das auch so bleibt, here we come!



Sport und Ernährung sind auch für mich wichtige Bestandteile meines Alltags, denn wie oben beschrieben, möchte ich mich gesund und fit fühlen. Allerdings ergänze ich um eine dritte Komponente: Hautpflege. Denn Ernährung (eat), Workouts (train) und Hautpflege (care) für mich Hand in Hand, wenn es darum geht, sich rundum wohl in seiner Haut zu fühlen.

Mein Name ist Sarah, ich bin Biochemikerin und habe vor kurzem meine Doktorarbeit in diesem Bereich abgegeben. Auch wenn ich in Zukunft der universitären Forschung den Rücken kehren werde, bleiben Naturwissenschaften mein Steckenpferd und meine Leidenschaft. Privat lebe ich dies unter anderem auf eat | train | care aus, den diese drei Themenschwerpunkte jeweils auch wunderbar vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachten.

Nachdem Feli bereits letzte Woche mir und den Lesern auf eat | train | care den ultimativen “Triathlon- how to get started” Guide geliefert hat, will ich mich nun dafür revanchieren. Denn viele Sportbegeisterte können mir zwar im Schlaf sagen, wie ein ordentlicher Trainigsplan auszusehen hat, aber wie man sich eine Hautpflegeroutine zusammen stellt und was die Essentials für schöne Haut sind, darüber herrscht oft etwas Verwirrung. Deshalb folgt heute der “Skincare - Basics&Essentials” Guide für euch.

Eine individuell angepasste Hautpflegeroutine sieht in ihren Grundzügen eigentlich immer gleich aus: Reinigung, Toner, Treatment, Moisturizer, Sonnenschutz. Welche Produkte man letztendlich dann verwendet, ist einerseits abhängig vom Hauttyp, andererseits ist es Geschmackssache.


Reinigung
Legen wir gleich mal mit den Grundlagen los: Gesichtsreinigung. Das haut jetzt sicherlich erstmal niemanden vom Hocker, aber eine der einfachsten Strategien um die Haut gesund und strahlend wirken zu lassen, ist und bleibt, sie zu waschen. Dabei gibt es keine allgemein gültige Empfehlung, auf welche Weise man reinigt. Es ist wichtig, für den entsprechenden Hauttyp und den augenblicklichen Hautzustand die richtige Reinigung zu finden. Hast du eher trockene Haut, vermeide Waschgele und greife lieber zu Reinigungsölen oder –lotionen. Trockener Haut fehlen Feuchtigkeit und/oder Lipide. Bei der Pflege und Reinigung steht hier also die Stabilisierung und Wiederherstellung der epidermalen Barriere im Fokus. Die in Reinigungsölen oder Lotionen enthaltenen Lipide sind hautphysiologisch abgestimmt und tragen zur Aufrechterhaltung der Hautbarriere bei.
Bei fettiger Haut wird zu viel Talg produziert, der auf der Haut verbleibt und zu glänzender Haut mit vergrößerten Poren führen kann. Am besten verwendet man hier schonende und milde Waschgele. Im Idealfall entfernen die enthaltenen Tenside nachhaltig Talg, abgestorbene Hautzellen und Schmutz, gleichzeitig darf das Produkt aber nicht zu aggressiv sein.
Einige Tipps für die Wahl einer passenden Pflege gibt es jedoch trotzdem:
  • Parfüm oder Farbstoffe bergen Irritationspotential. Also lieber darauf verzichten, zumal weder Parfüm noch Farbstoffe zu einer erhöhten Reinigungsleistung beitragen.
  • Keine Seife verwenden, denn sie ist alkalisch und verträgt sich nicht mit dem Säureschutzmantel der Haut. Waschlösungen sind idealerweise leicht sauer formuliert, um den pH-Wert der Haut nicht zu stören.
  • Trockene und gespannte Haut als Maß für eine gute Reinigung? No way! Das ist eher ein Indikator dafür, dass hier etwas nicht stimmt. Ein Spannungsgefühl nach der Hautreinigung, deutet entweder darauf hin, dass man sich die Lipidschicht weggeschrubbt hat oder dass Seifenreste auf der Haut verblieben sind. Beides ungut.
  • Gerade bei zu Unreinheiten neigender Haut, sollte man entgegen der weitläufigen Empfehlungen Alkohol meiden, denn dieser trocknet die Haut aus, macht die Hautbarriere brüchig und das ist letztendlich der Knackpunkt: eine brüchige Hautbarriere ist durchlässig für Schmutzpartikel und Bakterien, was also zu noch mehr Unreinheiten führt.

Einige Produktbeispiele für eine milde und gründliche Reinigung:




Toner
Ein Gesichtswasser gleicht nach der Reinigung den pH-Wert der Haut schnell wieder an und spendet Feuchtigkeit. Hier braucht es eigentlich keine fancy Produkte. Wichtig ist nur wieder darauf zu achten, dass kein Alkohol enthalten ist- dazu einfach mal auf die Rückseite der Flasche schauen und die INCI-Liste studieren (ja, die Liste, die eigentlich keiner versteht). Tauchen “Alcohol” oder “Alcohol denat.” in der ersten Hälfte der Liste auf, würde ich definitiv die Finger davon lassen. Auch wenn Du zu unreiner Haut neigst und es immer und immer wieder von den Kosmetikfirmen gehört hast: es gibt mildere Alternativen zu Alkohol, die genauso gut reinigen und gleichzeitig Deine Hautbarriere aufrecht erhalten.
Am liebsten trage ich den Toner übrigens nicht mit einem Wattepad auf, sondern gebe 2-3 Trofen direkt in die Handfläche und verteile es so im Gesicht. Das hat den Vorteil, dass man Produkt spart, das Wattepad nicht die Hälfte des Gesichtswassers schluckt und genug der Flüssigkeit letztendlich auch im Gesicht ankommt

Einige Beispiele für milde und feuchtigkeitsspendende Toner:



Treatment
Die ersten beiden Schritte sind im Grunde so für fast alle Hauttypen umsetzbar und praktikabel, die Prinzipien von Reinigung und Toner sind also eher allgemeingültig. Das ändert sich im dritten Schritt, denn hier kann man ganz gezielt auf die persönlichen Anforderungen der eigenen Hautpflege eingehen.
Jede Haut ist anders und individuell, daher ist es am Einfachsten, man sucht sich das “Hauptproblem” raus, das man angehen möchte und verwendet dann gezielt entsprechende Produkte mit den benötigten Inhaltsstoffen:


  •  -  Bei Unreinheiten oder Pickeln: Salicylsäure, Azelainsäure

  •     Für einen gesunden Glow und gegen einen fahlen Teint Glycol-, Milch- oder Mandelsäure, Vitamin 

  •     Für Feuchtigkeit und eine pralle Haut: Hyaluronsäure, Gluconolacton, Kollagen, Sodium PCA, Allantoin, Panthenol
  •     Gegen Pickelmale, Aknenarben oder Hyperpigmentierungen: Vitamin C, Azelainsäure, Glycolsäure, alpha-Arbutin
  •     Bei trockener Haut: Panthenol, Glycerin, Cetylstearylalkohole bzw. Fettalkohole im Allgemeinen
  •     Bei ersten Fältchen: Vitamin A, Vitamin E, Peptide, Coenzym Q10
  •     Bei unruhigem Hautton und Rötungen: Panthenol, Niacinamide, Allantoin

Du liest diese ganzen Inhaltsstoffe, verstehst aber nur Bahnhof? Eigentlich wolltest Du doch lediglich wissen, wie Du eine optimale Hautpflegeroutine für Dich und deinen Hauttyp zusammenstellst… Ich verstehe Dich, denn so ging es mir auch lange Zeit. Warum kann es nicht einfach ein Produkt geben, das genau das macht, was meine Haut benötigt?! Tja, wenn es so einfach wäre, gäbe es vermutlich nicht so viele verschiedene Produkte.
Willst Du ein bestimmtes Treatment in deine Hautpflege einbauen, dann ist es am einfachsten, sich für den Anfang auf eine “Problemstelle” zu konzentrieren und gezielt hierfür ein Produkt zu suchen. Das hat den Vorteil, dass man genau beobachten kann, wie und ob die Haut überhaupt reagiert. So kann man jederzeit nachvollziehen, welches Produkt für einen funktioniert und wo man gegebenenfalls nacharbeiten muss. Zu viele neue Produkte auf einmal in eine neue Pflegeroutine zu integrieren muss nicht, aber kann auch mal schief gehen.

Moisturizer
Wenn Du ein gutes Produkt hast, mit dem Du zurecht kommst, würde ich immer sagen bleib dabei! Einen guten Moisturizer zu finden ist schon fast wie die Suche nach dem perfekten Concealer. Man muss sich viel durchtesten und wenn man was passendes gefunden hat, bleibt man meistens dabei. Das Moisturizer Thema ist ein Stück weit auch immer eine Sache der persönlichen Vorlieben und natürlich des Hauttyps.
Ein paar allgemeine Tipps zum Thema Feuchtigkeitspflege habe ich aber natürlich trotzdem: 
Sollte es vom zeitlichen Ablauf her passen, trägt man die Feuchtigkeitspflege am besten direkt nach dem Duschen auf. Das Wasser, das während dem Duschen aufgenommen wurde, wird so besser in der Haut eingeschlossen. Selbst wenn Deine Haut eher im öligen und weniger dem trockenen Hautspektrum liegt, brauchst du einen guten Moisturizer, auch wenn dieser dann idealerweise ein leichtes Produkt sein sollte. Wer zu trockener Haut neigt, ist mit einer Lotion oder Creme gut beraten. Generell will ich hier keine Produktempfehlungen aussprechen. Dafür ist das Thema zu sehr abhängig vom individuellen Hauttyp. Wer eine nicht ganz unproblematische Haut hat und schon vieles ausprobiert hat, der weiß, dass es mitunter recht komplex werden kann.

Last but not least: Vermeide Cremes, die in Tiegeln verkauft werden. Einmal geöffnet gelang nun fortwährend Sauerstoff an die Creme. Viele Inhaltsstoffe reagieren auf Sauerstoff und beginnen sich zu zersetzen. Viel zu schade, wenn man also viel Geld bezahlt und eigentlich die enthaltenen Inhalsstoffe bereits nach wenigen Wochen nicht mehr vorhanden sind und so auch logischerweise keine Wirkung mehr auf Deiner Haut erzielen können. Ein weiteres Problem von Cremes in Tiegeln ist, dass man die Creme in der Regel mit den Fingern entnimmt. Und auch wenn ich fest davon überzeugt bin, dass sich jeder immer regelmäßig die Hände wäscht, bleibt es doch ein Fakt, dass über die Finger sehr viele Bakterien in die Creme transportiert werden - übrigens ein perfekter Ort zur Bakterienvermehrung, welche man sich letztendlich fleißig ins Gesicht schmiert.


Sonnenschutz
Dermatologen haben Hautalterungserscheinungen in zwei Kategorien eingeteilt: intrinsisch (von innen) und extrinsisch (von außen). Die intrinsische Hautalterung entsteht im Laufe der Zeit und lässt sich nur bedingt beeinflussen, da sie vor allem durch genetische und hormonelle Einflüsse verursacht wird. Im Gegensatz zur intrinsischen Hautalterung („biologische Uhr“) steht die extrinsische Hautalterung. Sie wird hauptsächlich durch UV-Strahlung verursacht und zeichnet sich durch direkte Veränderungen der Haut aus.  Im Zusammenhang mit der extrinsischen Hautalterung gibt es aber eine gute Nachricht: man es selbst steuern, wie hoch ihr Einfluss ist. Bekannte Faktoren der extrinsischen Hautalterung sind Rauchen, der individuelle Lebensstil, Ernährung und allen voran UV-Strahlung.
Momentan scheint sich einiges zu bewegen, wenn es darum geht, Sonnenschutz auch abseits von Strand, Skipiste und Wandertouren zu verwenden. Wer bewusst auf seine Haut achtet, kommt auch im Alltag an einem Sonnenschutz nicht mehr vorbei. Dabei ist es übrigens irrelevant, welche Jahreszeit herrscht, denn UV-Strahlung wird selbst im Winter und bei einer geschlossenen Wolkendecke nur zu 50% abgemindert.
Wer sich dauerhaft ungeschützt der Sonne aussetzt, der kann sich nicht etwa wie es die Intention vieler zu sein scheint, über eine gebräunte Haut freuen, sondern muss damit rechnen, seine Haut bewusst dem vorzeitigen Altern auszusetzen. Das einfache Mittel hierfür lautet Sonnenschutz. Und bitte, wenn auf Deiner Foundation „SFP15“ steht: das reicht nicht!


Wer bis zum Ende durchgehalten hat und trotzdem noch Fragen hat, darf sich gerne auch auf www.eattraincare.com umsehen und, dort gibt es weitere Artikel zum Beispiel zum Thema Skincare Layering und den Inhaltsstoffen, die ich zuvor erwähnt habe. Außerdem bin ich für Fragen auch jederzeit per Email oder über meinen Instagram-Kanal zu erreichen (@eattraincare). Also zögere nicht, mich zu kontaktieren, ich freue mich über Deine Nachricht!

Kommentare :

  1. Toller Post! Ich vernachlässige meine Gesichtspflege leider viel zu sehr.. Das mit der Ernährung und dem Sport klappt mal mehr und mal weniger gut :D
    Ich bin mit meinem Blog auf Wordpress umgezogen, ich würde mich freuen wenn du bei mir vorbei schaust und mir ein Feedback da lässt.
    Liebe Grüße,
    Laura von lauraskreativecke

    AntwortenLöschen
  2. Sehr toller Post ! Ich kann dir voll und ganz zustimmen :) Ich finde es immer wichtig das man mehrere Faktoren beachtet und nicht nur einen einzigen. Denn wenn man immer Sport macht und such trotzdem schlecht ernährt fühlt man sich sicherlich nicht richtig fit :)

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
    Measlychocolate now also on Facebook

    AntwortenLöschen
  3. Das sind super Tipps! Ich finde, besonders im Winter ist eine Gesichtspflege super wichtig und kommt bei Unistress leider oft zu kurz.
    xo,
    Louisa

    www.theurbanslang.com

    AntwortenLöschen
  4. Super interessanter Post! Ich finde das Essen sieht super lecker aus <3

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.com/

    AntwortenLöschen
  5. Richtig toller Post,
    bei mir wird die Reinigung groß geschrieben, was ich früher gerne mal vergessen habe ist heute ein Muss. Ebenso achte ich auf die Inhaltsstoffe. Tolle Sachen hast du da vorgeschlagen. Sonnenschutz ist aufgrund meiner empfindlichen Haut auch super wichtig. Mittlerweile nutze ich im Urlaub Lichtschutzfaktor 50, da meine Haut in jungen Jahren doch ein wenig leiden musste.
    Liebste Grüße
    tascha
    taschasdailyattitude.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Felicitas, das klingt nach fantastischen Tipps um eine gesunde Haut zu bekommen. Und du selbst bist ja der beste Beweis dafür, dass es funktioniert :-)
    Liebst, Melina
    www.melinaalt.de

    AntwortenLöschen
  7. Sehr schöner und informativer Post, toller Gastbeitrag von Sarah!

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

    AntwortenLöschen