Teamsprint Baunatal



 So, dann will ich euch jetzt auch nicht meinen 4. Ligawettkampf dieses Jahr und meinen ersten Teamsprint vorenthalten. Nach ein paar Problemen gingen wir nur zu 3. an den Start (sonst starten die Damen zu 4. und die schnellsten 3 werden gezählt bzw wird bei den Teamrennen eine beim laufen "fallen gelassen" und die schnellsten 3 rennen ohne sie weiter). Da wir nun aber eh nur zu 3. an den Start gingen, mussten wir eh alle ins Ziel kommen um gewertet zu werden. 

Da Baunatal relativ weit von uns weg ist, sind mein Papa und ich schon am Tag vorher angereist, haben den Abend im Restaurant ausklingen lassen (ich hatte Tomatensuppe und Spaghetti Marinara) 

Vor diesem Start war ich auch aufgeregt, allerdings diesmal nicht wegen der Strecke sondern wegen meiner Teamkolleginnen, die beide in dem Jahr in der Bundesliga gestartet sind  in der ich noch Jugend war. Sie waren quasi schon als Jugendliche meine Triathlonvorbilder und ich war geradezu ehrfürchtig, mit ihnen starten zu dürften, hatte aber auch etwas Schiss vorm Rad und laufen weil ich wusste, dass sie dort einfach Maschinen sind - und ich eher nicht :D





Am nächsten Morgen ging es deswegen nicht ganz so früh zum Start, bzw war ich zunächst bei der Teamleiterbesprechung und habe dann unseren Jungs beim Schwimmen zugeschaut. Der ganze Triathlon war nämlich unterteilt in Schwimmen, knapp einer Stunde Pause und danach Bike & Run als Jagdstart.
Geschwommen wurde im Hallenbad, was aufgrund der Wetterlage (Kälte und Regen) gar nicht so unangenehm war. 

Zeit zum Einschwimmen gabs faktisch nicht, meine Teamkolleginnen und ich hatten uns noch nicht mal auf eine Zeit geeinigt als schon der Startschuss ertönte. Die Reihenfolge hatten wir vorher schon besprochen und das Schwimmen lief wie am Schnürchen. Offiziell hatten wir auf 750m eine Zeit von 12.04, auf den Uhren 11.46 und in der Wechselzone als Abstand von den anderen Damen komischerweise auch. Da es mehrere Läufe gab und wir nur bei diesem vorne lagen, rechnete eigentlich keine von uns, dass wir uns mit dieser Zeit nach vorne gekämpft hatten - irgendwie schon, weshalb wir als 1. mit einer halben Minute Vorsprung auf die 2. an den Start gehen durften. 

Eine Stunde beim Bikestart war es glücklicherweise trocken, von meinen Panikattacken beim Radfahren, die bei Regen und Unwetter  noch stärker ausgeprägt sind, habe ich sicher schonmal berichtet ;) Auch meine Teamkolleginnen hatte ich schon vorgewarnt, dass ich auf dem Rad (mit meinen spärlichen Fauliradkilometern von knapp 40 in der Woche) nicht so fit und routiniert bin wie sie. 
Auch da war jede Sorge meinerseits unbegründet, die zwei haben sich super um mich gekümmert, mich beim Windschattenfahren in die Mitte gekommen, sich die ganze Zeit nach mir umgedreht, ob ich mitkomme bzw sind neben mir auf Windkante gefahren  und haben mir noch Tipps gegeben, wie ich Kurven fahre, sich vergewissert ob es mir gut geht, ob das Tempo geht etc. 
Da wir von 3 Teams gleichzeitig Ende der 1. Runde überholt wurden, gab es für uns und andere Teams noch eine Zeitstrafe für Windschattenfahren. 

Ende der 3. Runde fing es an zu regnen was bei mir kurz zu Herzrasen führte, da die Runden sehr kurvig und wendig waren und jede Runde mit 2 Kreiseln ausgestattet werden. Beim letzten Kreisel rutschte auch mein Hinterrad kurz weg, allerdings haben die 2 auch dort wieder super Rücksicht auf mich genommen und das Tempo rausgenommen. Heil und sicher - an dem Tag sind ziemlich viele Starter gestürzt, was ich bei dem Wetter und Strecke aber leider auch verstehen kann - nasse 90 Grad Kurven bergab sind nicht so ohne - sind wir nach 37.37 auf 21km (33.6 km/h) in die Wechselzone bzw in die Penalty Box gekommen - so schnell bin ich noch nie gefahren, ich dümpel sonst bei 30 km/h rum. 



Beim Laufen hat es dann richtig geschüttet, aber das war mir relativ egal - Hauptsache ohne Sturz vom Rad runter. Auch hier wurde das Tempo ziemlich scharf (für mich). Es wurden 3 Runden gelaufen, die etwas wellig waren, anfangs ging es ein kurzes Stück ziemlich knackig den Berg hoch. Die Strafminute hat zwar meinen Beinen ganz gut getan, aber anstrengend war es dennoch und mit 22.34 auf 5km konnte ich eine neue Bestzeit laufen. Auch hier wurde ich viel geschoben und von meinen Teamkolleginnen angefeuert.

Der Wettkampf war für mich der anstrengendste, aber auch der schönste - nicht wegen dem Unwetter auf der Radstrecke, sondern wegen dem Teamgeist. Ich wurde nur unterstützt und geschoben aber ohne dass ich mich (negativ) unter Druck gesetzt oder schwach gefühlt hätte. In keiner Minute wurde mir das Gefühl gegeben, dass ich zu langsam oder zu schlecht  für die zwei bin, stattdessen haben mir beide geholfen und mich gezogen. Wenn man so ins Ziel kommt, vollkommen fertig aber glücklich und stolz voller Teamgefühl ist das doch ein ganz anderes Gefühl als das Ganze als Einzelkämpfer zu bestreiten :)

Auf Instagram konntet ihr ja bereits einige Eindrücke sehen.
Ich habe übrigens meine beiden Accounts zusammengelegt und es gibt jetzt nur noch: felinipralini_ - seid ihr bei Instagram? Hinterlasst mir gerne eure Links in den Kommentaren!



Kommentare :

  1. Wow! Ich habe da echt heftigen Respekt vor :)
    xo,
    Louisa

    www.theurbanslang.com

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  2. Das klingt nach einem tollen Wettkampf. Teamgeist ist wirklich etwas wundervolles und ich liebe es auch, wenn mich andere zu mehr Leistung motivieren könne - auch wenn es nur in der Freizeit ist, wo wir gemeinsam einen Berg hochradeln.

    Vor nassen Kurven habe ich auf dem Rad übrigens auch immer Angst ;) Und das, obwohl mein Exfreund Mountain Biking vergöttert hat und mir schon einige Tipps gegeben hat...

    Liebe Grüße

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