MEHR SPASS BEIM LAUFEN!




Laufen und Spaß - für viele zwei Wörter, die nicht zusammen gehören.
Man soll laufen, um fit zu bleiben, um sich sportlich zu betätigen, um einen schönen Körper zu bekommen, und und und. Aber Spaß dabei haben? Meistens bringt man es dann doch eher schnell hinter sich um es einfach geschafft zu haben.

Auch ich war lange Zeit ein "Laufen macht keinen Spaß, aber ich werde davon dünner" - Läufer.
Jetzt gehe ich gerne laufen - natürlich gibt es auch Einheiten, auf die ich überhaupt keine Lust haben, aber zu 80% schnüre ich die Laufschuhe mit Vorfreude.
Nicht nur, dass die meisten (ambitionierten) Freizeitläufer häufig zu oft, zu schnell und zu lange laufen, gestalten viele ihr Training eintönig. Vier- bis fünfmal die Woche eine halbe Stunde im immer selben Tempo laufen wird auf Dauer eben auch langweilig. Und nicht nur das, oft führt eine gleichförmige Belastung auf Dauer in eine Überlastung und damit verbundenen Verletzungen, Leistungsstagnation und damit zusammenhängend in ein Motivationsloch. - Denn: Warum soll ich mich anstrengen, wenn ich mich nicht verbessere? 



Wie kann ich also wieder zum Spaß am Laufen zurückfinden bzw ihn entdecken?

1.  Einen Trainingspartner finden
Sobald ich zum laufen verabredet bin, gehe ich auch automatisch laufen. Ich habe in meiner Nachbarschaft glücklicherweise 3 gute Freundinnen/Freunde wohnen, die gerne mit mir laufen gehen. - Eine Freundin kommt sogar zu nachtschlafender Zeit und auf die langen Strecken mit. Wichtig ist, dass ihr in etwa gleich fit seid, also nicht Laufanfänger und ambitionierter, trainierter Marathonläufer zusammen laufen gehen, damit beide etwas davon haben. Natürlich spricht aber auch nichts dagegen, wenn der "Profi" dem Anfänger ein paar Tipps gibt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das gemeinsame Laufen oder generell: das gemeinsame Sporttreiben viele Freundschaften festigt, weil man (meistens, außer bei Tempoeinheiten) zusammen plaudern kann und damit die Zeit schneller vorbei geht.


2. Regeneration  ernst nehmen
Oft entsteht die Unlust / Sportmüdigkeit auch durch Überbelastung bzw Übertraining. Da ich selbst jemand bin, der grundsätzlich zu wenig regeneriert (ich muss mich auch gerade vor dem Wettkampf am Sonntag dazu zwingen, die Beine ruhig zu halten), wollte ich euch auf diesen Artikel zur Regeneration von Paula aufmerksam machen. Dass der Körper Zeit braucht, den Trainingsreiz zu verarbeiten (Superkompensation) und man vor allem in der Pause besser wird, weiß ich ja eigentlich auch alles - nur das daran halten fällt mir schwer. Ich bin eher Team "viel trainieren hilft viel" - auch wenn das bei mir oft in Überlastung endet.



3. Laufschuhe wechseln
Nicht umsonst gibt es viele verschiedene Laufschuhe - viel Dämpfung, wenig Dämpfung, mit Stütze und ohne - das bedeutet nicht, dass ihr euch quer durch das Sortiment probieren müsst, aber eine gute Laufanalyse kann euch dabei helfen, das richtige Paar Schuhe für euch zu finden. Denn wenn ihr mit dem falschen Paar Schuhe läuft, die Dämpfung schon längst hinüber ist oder sie euch zu klein/groß sind, kann dies ganz schnell zu ernst zu nehmenden Verletzungen führen.
Unterschiedliche  Laufschuhe stellen unterschiedliche Anforderungen an Fuß- und Wadenmuskulatur, so dass ihr euren Körper mal wieder ein bisschen "triezt" statt immer dieselben Schuhe für dieselbe Strecke zu nutzen.

Außerdem ist es meistens auch sinnvoll, mal ein Paar Meter barfuß zurückzulegen, ein Paar LaufABC Übungen einzubauen um ein bisschen Abwechslung in euren Lauf-Alltag zu bringen.



4. Strecke verlängern
Um etwas Abwechslung in euer Laufverhalten zu bringen, könnt ihr (langsam) anfangen, eure Standardlaufstrecke zu verlängern. Wer dreimal die Woche auf seinen 5km trabt, kann gut und gerne auch einmal die Woche 7-8km laufen - dabei ruhig das Tempo rausnehmen und ganz nebenbei die Ausdauer verbessern.

5. Das Tempo anziehen
Auch ein kleiner Tempowechsel in Sinne eines Fahrtspiels bringt euch Spaß und Abwechslung - es müssen nicht immer die Intervalle auf der Bahn sein. Dadurch werden unterschiedliche Muskeln belastet, euer Stoffwechsel wird angekurbelt und ihr verbessert auf Dauer euer Tempo im Wettkampf.


6. Eine andere Strecke erkunden
Nichts ist langweiliger, als tagaus-tagein dieselbe Strecke zu laufen. Deswegen - erkundet eure Umgebung, probiert neue Strecken aus (und nehmt das Handy mit um mit GPS wieder heim zu finden:D) 
Auch ein anderer Untergrund fordert euch - durch das Laufen auf der Straße rollt ihr gleichförmig, ökonomisch ab, während ihr auf  Waldboden oder anderem unebenen Boden eure Koordination schult und an eurem Gleichgewicht und eurer Körperspannung arbeitet. Und ja - auch wenn ich gerne die Berge umgehe und am liebsten flach laufe, bringt das Berglaufen auch Spaß und Kraft.

7. Alternativsport einbauen
Und ja: Immer nur laufen ist auch langweilig und belastet euren Körper viel zu einseitig. Deswegen: Probiert ruhig neue Sportarten als Abwechslung zum Laufen aus (oder wagt euch an das immer langwierige Stabitraining) um muskuläre Dysbalancen zu vermeiden und euch fit zu halten, wenn ihr gerade mal keine Lust aufs Laufen hat. 

8. Verletzungen und Krankheiten ernst nehmen
Noch eine meiner "Ach, so schlimm ist es doch nicht, ich kann trotzdem trainieren" - Einstellungen, die meinem Körper eher schädigt. Wenn ihr - egal ob laufbedingt oder nicht - verletzt seid und nicht trainieren solltet, TRAINIERT IHR AUCH NICHT :D Ich bin in meinen "schlimmsten" Zeiten auch mit Fieber laufen gegangen, habe mein Immunsystem dabei nachhaltig geschwächt (#hallofeli,dieimmerkrankist) und des öfteren eine Herzmuskelentzündung riskiert - einfach nur dämlich.




Kommentare :

  1. Tolle Tipps!
    Ich liebe das Laufen seit einiger Zeit, weil ich weiß, dass ich danach den Kopf frei habe. Zusätzlich dazu fahre ich gern Fahrrad, wenn ich mal einen Tag nicht laufen mag oder kann (geht nur morgens auf nüchternen Magen, sonst wird mir schlecht...). Danach genieße ich das Laufen auch wieder mehr.
    Nur barfuß stelle ich mir schwer vor auf öffentlichen Wegen... ich habe da irgendwie einfach Angst, dass ich auf Scherben oder ähnliches stoße oder mir vom Asphalt die Füße weh tun. :(

    Eine Laufbegleitung konnte ich leider auch noch nicht finden...

    Deinen Post muss ich jetzt dringend speichern, um ihn in ein paar Tagen zu verlinken :)

    Liebe Grüße

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  2. Echt coole Tipps, danke! <3

    Liebe Grüße
    Johanna von http://missrapunzeljohanna.blogspot.de/

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  3. Ein echt toller Beitrag :)
    Danke für die Tipps.
    xx Katha
    showthestyle.blogspot.com

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