GRATITUDE


Wer mich kennt, weiß, dass ich oft unzufrieden mit mir, meinen Leistungen und Ergebnissen bin und mir immer mehrere und höhere Ziele setze. Auch wenn ich meine Ziele erreiche, bin ich oft nur kurze Zeit zufrieden bevor ich mir mein nächstes Ziel setze. Das betrifft generell alle Lebensbereiche - Uni, Sport, Ernährung und was man sich generell noch so vornehmen kann.

Eine Freundin meinte auch erst vor kurzem zu mir, warum ich denn nicht einfach mal zufrieden bin, denn "Feli, du hast alles. Du bist gut in der Uni, du bist gesund, du hast eine großartige Familie, gute Freunde, bist sportlich und siehst gut aus." - Was willst du mehr? Und Recht hat sie. Das soll jetzt kein Eigenlob auf mich sein, sondern dient der Versinnbildlichung meiner Aussagen. 

Wir leben in einer ehrgeizigen, leistungsorientierten Gesellschaft - und wer nicht mitmacht, geht unter. Es wird viel zu viel Wert auf äußere Merkmale, Statussymbole - auch Arbeit und Leistung zähle ich als Statussymbole - gelegt und innere Werte und Moral bleiben auf der Strecke. Selbst die Gesundheit wird unter dem Leistungsaspekt gesehen und ein innerer Kampf um "Wer ernährt sich am besten? Wer ist am sportlichsten?" geführt, anstatt sich glücklich zu schätzen, sich gesund und schmerzfrei bewegen, das volle Leben mitnehmen zu können ohne an den Rollstuhl oder das Krankenhausbett gefesselt zu sein. Stattdessen gehen wir fahrlässig mit unserem eigenen Wohlbefinden um, massakrieren unseren Körper mit selbst auferlegten Ernährungs- und Sportdogmen und wollen immer mehr. - bessere Noten, bessere Jobs, mehr Anerkennung für unsere harte Arbeit, weniger Gewicht auf der Waage, weniger Körperfett, bessere Zeiten bei diversen Läufen /Wettkämpfen etc. 

Es geht immer um das Streben nach mehr, weiter, besser. Warum können wir nicht einmal das schätzen, was wir haben? Stattdessen vergleichen wir uns mit Menschen, die (scheinbar) besser sind als wir, noch mehr Arbeit, Familie und Sport unter einen Hut bekommen, schneller sind, dünner sind, mehr arbeiten, weniger schlafen müssen etc. Ich selbst ertappe mich des Öfteren dabei, dass ich mich immer mit den absoluten Überfliegern vergleiche - mit Spitzenstudenten, die außer der Uni aber nur die Bib kennen und sonst nichts im Leben haben (ja, es gibt auch Ausnahmen, bevor sich hier gleich jemand angegriffen fühlt), mit Leistungssportlern, die schon seit Kindesbeinen an ambitioniert im Sport sind, etc und sehe nicht, was ich alles schon im Leben erreicht habe, was für Leistungen ich Tag für Tag erbringe. 

Dankbarkeit für das zeigen, was man hat - es könnte so einfach sein und doch tun wir uns damit so schwer.

Kommentare :

  1. Du hast ja so recht! Toller Beitrag <3

    AntwortenLöschen
  2. Schön gesagt! Ich habe auch lange gebraucht, um das zu verstehen.

    AntwortenLöschen
  3. Super guter Beitrag! Von den Gedanken sollte ich auch mehr haben. Kann mich so gut wiedererkennen in deinen Posts!

    Liebe Grüße
    Johanna von http://missrapunzel.com/

    AntwortenLöschen
  4. Wirklicht tolle Bilder und ein schöner Text !♥

    xoxo Laura ♥
    https://liveitrosy.blogspot.co.at/

    AntwortenLöschen
  5. Sehr hübsches Foto, das Lachen steht dir gut:) und deinem Text stimme ich auch zu!
    https://the-fashionduo.com

    AntwortenLöschen