„Don’t put a deadline on your body. You have your entire life to be healthy and happy. Losing 20lbs in 30 days doesn’t mean anything.“


"Remember how far you’ve come, not just how far you have to go. You are not where you
want to be, but neither are you where you used to be





Was mir bereits des Öfteren bei mir selbst oder anderen Menschen aufgefallen ist, ist, dass die meisten von uns  nie wirklich zufrieden sind mit dem, was sie bereits erreicht haben. Es gibt immer ein mehr, weiter, größer, besser, ein neues Ziel, mit dem wir uns auseinandersetzen können oder auch nur die Vergrößerung unseres Ziels, an dem wir gerade arbeiten nur um ja nicht planlos herumzustehen und den Augenblick zu empfinden. Ich nehme mich da bei weitem nicht raus, beziehungsweise ist das eine prägende Eigenschaft von mir, niemals mit mir selbst zufrieden zu sein, sondern immer mehr zu wollen und sich größere Ziele und neue Projekte zu setzen.
Wenn man sich beispielsweise vornehme, in der nächsten Klausur die volle Punktzahl zu schreiben, ist man mit 99% der Punkte nicht zufrieden, da man die 100% nicht erreicht hat.
Wenn man sich vornimmt, den Halbmarathon in 1.45 zu laufen und mit einer Zeit von 1.46 ins Ziel einlaufe, ist man nicht zufrieden - weil man sein gesetztes Ziel nicht erreicht habe. Und selbst wenn man die 1.45 schafft, sind sie meistens nicht genug und man nimmt sich vor, beim nächsten Mal noch schneller zu laufen. Wenn man sich das Ziel setzt, 6 Kilo abzunehmen, ist man  erst zufrieden, wenn man auch 6 Kilogramm verloren habe. Auch wenn man sehr gut mit 4 - 5 Kilo weniger aussieht, hört man erst auf, wenn man die 6 Kilo weniger auf der Waage angezeigt bekommt. 

Warum machen wir das? Manchmal glaube ich, es liegt in der Natur des ehrgeizigen Menschen, immer mehr zu wollen, mehr zu erreichen und besser zu werden. Keine negative Eigenschaft . Nichts ist daran falsch, sich Ziele zu setzen, die man erreichen kann oder den eigenen Maßstab hoch anzusetzen. Sich immer verbessern zu wollen. Jeder kann und darf die beste Version seiner Selbst sein - doch nicht zu jedem Preis. Wie meine Osteopathin mal sehr schön gesagt hat: „Man kann die eigene Messlatte gerne hoch hängen, aber auch des Öfteren einfach darunter durchgehen und einen Blick nach oben werfen.“ 
Man muss und man kann nicht jeden Tag 100% geben. Sich jede Minute an sein Limit pushen - ohne sich die nötigen Zeiten für Regeneration und Entspannung einzugestehen - egal in welchem Bereich, ob Arbeit, Studium, Sport, Hobbys oder Beziehungen, führt auf Dauer nur zu Misserfolgen, chronischer Erschöpfung, Müdigkeit oder gar zu Depressionen. 
Eine Pause von seinen Zielen und Ambitionen tut gut und führt sogar dazu, das nächste Mal wieder mit Motivation, Wille und Kraft an die Zielerreichung zu gehen. 
Es müssen nicht immer 100% sein, weder in Zielerreichung, noch in den gesetzten Zielen.

Du möchtest auf Süßigkeiten verzichten und machst dich verrückt, weil du dir bei der Arbeit auch eine Hand voll Gummibärchen aus dem Glas auf dem Schreibtisch deiner Kollegin genommen hast? Genieße den Zucker und den Geschmack der Gummibärchen und lobe dich selbst, dass du in deinem Alltag es schaffst, auf Industriezucker zu verzichten. Diese paar Gummibärchen sind eine Ausnahme und stellen nicht deine gesamte Ernährung dar. Stattdessen hast du dich in den letzten Tagen wahrscheinlich sehr gesund ernährt, wenig oder keinen industriellen Zucker zu dir genommen und kannst vollkommen mit dir zufrieden sein.
Du hast dir vorgenommen, dich vegan zu ernähren? Dann kasteie dich nicht, wenn du aus Gewohnheit oder Genuss dennoch zu einem Stückchen Käse oder einem Schluck Milch in deinem Kaffee greifst, sondern schau darauf, auf wieviele tierische Lebensmittel du ganz einfach verzichten kannst und was du damit der Welt Gutes tust. 
Du möchtest regelmäßig Sport machen und diese Woche erwischt dich eine fette Erkältung? Na und? Nächste Woche ist immer noch genug Zeit, um deine Sportvorsätze in die Tat umzusetzen. Es hapert hier weder an deinem Willen, noch an deiner Disziplin, sondern dein Körper braucht Ruhe, dem du ihn durch Verzicht auf Sport und Erholung geben solltest.
Und wenn du „nur“ die zweitbeste Note in der Klausur geschrieben hast und nicht die Beste - was soll es? Du bist immer noch viel besser als der Durchschnitt und hast eine Wahnsinnsleistung erbracht.

DU DARFST STOLZ AUF DICH SEIN. UND DU DARFST ZUFRIEDEN MIT DIR SEIN. Mach dir dein Leben nicht unnötig schwer :)




Kommentare :

  1. Schön ausgesprochen, so versuche ich das auch zu sehen!

    AntwortenLöschen
  2. Da kann ich mich Andysparkles nur anschließen!

    AntwortenLöschen