Set your priorities straight


If its important to you, you will find a way. If not, you will find an excuse.

Prioritäten - ein wichtiger Aspekt des Lebens und ein Punkt, mit dem ich selbst nicht gut umgehen kann. - Prioritäten richtig setzen. 
Ich bin jemand, der schnell alles zur Priorität macht. Nebensächliche Dinge werden dann genauso wichtig wie Dinge, die mir wirklich am Herzen liegen, während Wichtiges oft zurück bleibt. Ich glaube, ich bin ein Meister darin, viele Dinge nebeneinander so lange zu balancieren - bis irgendwann alles auseinander fällt. Denn man kann nicht zehntausend Sachen gleichzeitig erledigen und dabei jeder Sache gerecht werden. 

Sachen, die in meinem Leben eine große Rolle spielen, sind sowohl mein Studium als auch mein Sport, aber eben auch Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden - und ja: auch mein Blog. Viele Jahre habe ich versucht, alles gleichzeitig zu händeln - ich mag es, mein Leben unter Kontrolle zu haben - das klingt hart ,aber so ist es. Ich war noch nie jemand, der "in den Tag hineinlebt", auch mal chillt oder alles so liegen lässt, wie es ist. Was andere als Stärke sehen, ist damit auch eine große Schwäche. Entspannung war lange Zeit ein Fremdwort für mich und um 7.00 aufzustehen -  fast ausschlafen. Mit der Zeit, ein paar Rückschlägen und Misserfolgen habe ich aber gemerkt, dass es nichts bringt, alles nebenbei zu machen: Lieber weniger Dinge verfolgen und diese dann richtig. 

Was bringt es mir, nach einer langen, lustigen Nacht mit Freunden schon nach 3 Stunden Schlaf aufzustehen, um Wissen in mein Gehirn zu prügeln, nur um mir selbst das Gefühl zu geben, produktiv zu sein? 
Was bringt es mir, abends an einem Salatblatt zu knabbern, wenn ich mit meinen Freunden essen bin und neidisch auf ihr Essen zu starren? 
Was bringt es mir, jeden Tag exzessiv Sport zu machen wenn ich dafür schon nachmittags so müde und erschöpft bin, dass ich am liebsten schlafen möchte? 

Nichts ist daran falsch, diszipliniert und ehrgeizig zu sein - solange ihr selbst dabei nicht zu kurz kommt. Jeder Mensch ist anders und ihr müsst euch nicht einreden zu lassen, dass es unnormal ist, gerne früh ins Bett zu gehen, viel Schlaf abzubekommen und sogar gerne Haferflocken und Gemüse zu essen. Genauso wenig müsst ihr euch ein schlechtes Gewissen - ob von anderen, aber auch nicht von euch selbst - machen lassen, wenn ihr abends mal auf gesunde Ernährung verzichtet, mit euren Freunden weggeht und euch nachts den Burger von Mc Donalds reinholt. 

Ist es wirklich eure oberste Priorität, dünn zu sein? Sind andere Dinge nicht viel wichtiger? Gesund sein, fröhlich und glücklich sein, Zeit mit Menschen zu verbringen, die euch gut tun? Spaß zu haben?  Nichts spricht dagegen, Ziele zu haben, einen hohen Maßstab anzulegen - aber ihr müsst ihn nicht immer erfüllen und ihr müsst euer Ziel nicht in einem Tag erreichen. 

In between goals is a thing called life that has to be lived and enjoyed

Auf Sachen zu verzichten, fiel mir anfangs sehr schwer. Ich wollte gerne alles haben - viel lernen, um gute Noten in meinem Studium zu erreichen, viel trainieren, um möglichst gute Erfolge beim Sport zu haben, gesund und ausgewogen zu essen, um die perfekte Figur zu erreichen, viel arbeiten um in meinem Lebenslauf möglichst viele Praktika, soziale Projekte und freiwillige Tätigkeiten stehen zu haben - und natürlich viel Zeit mit meinen Freunden und Familie verbringen. Zeit für Schlaf, Entspannung oder für mich - alleine - fiel dabei vollkommen flach. Und dabei ist auch das wichtig, denn ohne Entspannung können wir keine Leistung erbringen. Noch heute hätte ich ein paar Nächte lieber mit schlafen als mit lernen oder feiern, nur weil feiern anscheinend zu jedem jungen Menschen dazu gehört, verbringen sollen. 

Make yourself a priority.

Aus dieser Einsicht, die ich auf dem harten Weg lernen durfte und diese Erfahrung, die ich vielen Mädels (und auch Jungs), allen Perfektionisten gerne ersparen möchte, ist auch mein Instagramname : moderationisthekey erwachsen.

Nichts spricht gegen große Ziele und Träume - aber ihr dürft euch alle Zeit der Welt nehmen, sie zu erreichen - oder sie auch mal zu verwerfen. 




Kommentare :

  1. Ein sehr schön geschriebener Beitrag!

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  2. 7 Uhr heißt für mich auch ausschlafen, weil ich sonst Angst habe, dass mir am Ende für irgendwas die Zeit fehlt. Ich plane nämlich auch unheimlich gern alles durch und habe die "Kontrolle".
    Bisher klappt das auch noch ganz gut, da ich Prioritäten setze, aber ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn mein duales Studium mich voll einnimmt.

    Glücklich zu sein, hat bei mir aber inzwischen auch Platz eins auf der Liste. Danach kommen dann der Blog, Sport und Ernährung... und letztere sehe ich inzwischen immer lockerer, vor allem zu Gunsten von Aktionen mit meinen Freunden :)

    Dein Text ist wirklich toll! Man sollte echt immer auf sich selbst achten :)

    Liebe Grüße

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