Meine Tipps gegen Stress



Stress - Wikipedia: bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Ich bin kein Medizinstudent, deswegen verschone ich euch mit jeglichen Informationen darüber, was bei Stress in unserem Körper (genau) passiert und beschränke mich auf das Wesentliche.
Gerade in der derzeitigen Prüfungsphase ist bei mir - bis auf das Training - nur lernen, lernen, lernen angesagt. - von alltäglichen Verpflichtungen einmal abgesehen. Ich bin -leider- ein Mensch, der sehr schlecht mit Stress umgehen kann. Dennoch habe ich - nach fast 4 Jahren Studium - meine eigenen Tipps gegen Stress entwickelt, damit es mir trotz allem so gut wie möglich geht.


Meine Tipps gegen Stress
  • Schlafen - schlafen - schlafen. Mein Körper ist eine richtige Oma und ich kämpfe durchgehend mit Müdigkeit und zu niedrigen Energiereserven, was einerseits mit meinem Eisennotstand begründet werden kann, aber andererseits auch damit, dass ich mir DURCHGEHEND zuviel zumute und nie wirklich entspanne oder mal "nichts tue". Gerade in solchen Phasen achte ich vermehrt darauf, mindestens 8 (okay mindestens 7) Stunden die Nacht zu schlafen, meinen Schreibtisch links liegen zu lassen und mir auch KEINEN Wecker zu stellen. Ausgeschlafen bin ich soviel produktiver und schaffe dasselbe Maß an Arbeit in weniger Zeit. 

  • Freizeit: Auch wenn ihr euch denkt: "Dafür habe ich nun wirklich keine Zeit". - Diese Zeit solltet ihr euch nehmen und einfach mal ein bisschen mit eurer besten Freundin, Freund oder Mum quatschen. Nach einer kurzen Auszeit bin ich viel erholter und energiegeladener und kann mich danach auch viel eher konzentrieren. Ich gehe in solchen Zeiten zB ab und an abends mit einer  guten Freundin spazieren, so kommt man an die frische Luft und kann sich den Frust von der Seele reden. Bei so einem Spaziergang sind auch diese Bilder entstanden.
  • nicht feiern gehen ;) - Auch wenn ich das früher anders gehandhabt habe, ich gehe (ok ich gehe eh kaum noch feiern :D) in Prüfungsphasen gar nicht feiern - was in diesem Fall fast 3 Monate waren :) Der verschobene Schlafrhythmus (erst um 5 ins Bett) und meine mangelnde Fähigkeit, auszuschlafen haben mich immer vollkommen auseinander gebracht , weshalb ich oft nach nur 3 Stunden Schlaf wieder am Schreibtisch saß und (erfolglos) versucht habe, mir meine Unterlagen ins Gehirn zu prügeln. Natürlich - bei Geburtstagen wichtiger Menschen etc mache ich auch Ausnahmen - dann versuche ich aber, vorher genug zu schaffen, um mir diese Auszeit guten Gewissens genehmigen zu können. Alkohol solltet ihr auch vollkommen weglassen, sonst könnt ihr den nächsten Tag vollkommen vergessen.
  • Pausen: Pausen sind das allerwichtigste, kein Mensch kann 10 Stunden am Stück durchlernen. Ich versuche jede Stunde eine kleine 5 Minuten - Pause zu machen, einen Kaffee zu trinken und meinem Kopf Zeit zu lassen, die Informationen zu verarbeiten. Und es wird immer Tage geben, an denen man einfach nicht lernen kann. Dann bringt es auch nichts, sich dazu zu zwingen. - In solchen Phasen entspanne ich lieber und komme zu neuen Kräften.
  • keine Prokrastination: Ich bin ein Mensch, der gar nichts aufschieben kann, weil ich den Drang habe, immer alles sofort zu erledigen. - auch keine gesunde Eigenschaft. Trotzdem fiel mir so immer vieles leichter, da ich direkt mit dem Semesterbeginn angefangen habe, parallel zu lernen und nicht nur den Stoff nachzuarbeiten. Auch bei anderen Aufgaben gilt: so früh wie möglich anfangen, denn es kommt so immer wieder etwas dazwischen. Viele der Studenten, die mit Horrorstories a la : "Ich habe 3 Tage Tag und Nacht gelernt und nicht geschlafen" angeben, fühlen sich vielleicht cool und fleißig, sie hätten diese Erfahrung aber vermeiden können, indem sie frühzeitig begonnen hätten.
  • Ernährung - Auch wenn ich sonst oft versuche, mich gesünder zu ernähren, weniger Kaffee zu essen, keine Süßigkeiten zu futtern oder ähnliches: In Prüfungszeiten lasse ich 5 gerade sein und gebe meinem Körper das, was er braucht - und wenn es zwei Kugeln Eis sind.  Das ist auch der Grund, weshalb mein Koffeinkonsum in Prüfungsphasen leider viel zu hoch ist (5 Tassen am Tag). Nach der Klausur werde ich mich darum kümmern, wieder zu einem normalen Umgang mit Kaffee zurückzufinden, aber im jetzigen Moment haben andere Dinge Vorrang.
  • Sport - So wie beim Punkt "Freunde" - "Ich habe keine Zeit" gilt nicht. 30 Minuten für Sport am Tag finden sich (fast) immer. Körperliche Aktivität tut gut und trägt nachweislich zu besserer Konzentrationsfähigkeit bei. (Quelle). Deswegen versuche ich, auch in Lernphasen, mein Sportpensum so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, obwohl ich auf längere Radeinheiten / Läufe verzichte, weil ich einfach keine Zeit für 5 Stunden Radfahren habe. (dann lieber nur 1 Stunde und dafür intensiv)
  • Nein sagen - Jede/r Freund/Freundin versteht es, wenn ihr studiums-/arbeitsbedingt in gewissen Phasen weniger Zeit für ihn habt. Ich habe mich früher, auch in Prüfungsphasen, oft regelrecht aufgeopfert um mich mit jeder Person treffen zu können, die gerade Langeweile hatte und mich gefragt hat, ob wir was machen können, weil ich mich ihr gegenüber verpflichtet gefühlt hat. Das führte dazu, dass ich mich nachts noch an den Schreibtisch gesetzt habe, weil ich tagsüber nicht so viel geschafft habe, wie ich wollte. In der Prüfungsphase derjenigen Person war diese dann plötzlich untergetaucht. Nur weil du alles für die anderen tun würdest, tun diese nicht automatisch auch alles für dich. Durch diese schmerzhafte, kurze Erfahrung habe ich gelernt, erst einmal nach mir zu schauen. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Schutz. Wie gesagt, für wichtige Personen, die auch ihre Zeit für mich opfern und die gerade Probleme habe, opfere ich gerne meine Lernzeit. Für Menschen, die das nur ausnutzen, nicht.