Qualität vor Quantität




Hey,
Als ich letzte Woche dieses Outfit trug, ist mir in den Sinn gekommen, wie weit sich mein Shoppingverhalten geändert hat. Früher ging es nur um mehr, mehr, mehr - Hauptsache soviele Klamotten und Taschen anhäufen, wie es ging. Ganz früher habe ich sogar bei Schuhen mehr auf das Aussehen, als auf die Qualität geachtet, so dass ich oft in günstigen Latschen herumgelaufen bin ohne Rücksicht auf meine Füße zu nehmen. Auch bei Kleidung ging es darum, jeden Modetrend mitzumachen - wenn ich ein Shirt an meiner Klassenkameradin gesehen habe, was mir gefällt, musste ich es haben. Ob es mir WIRKLICH an MIR gefällt oder ich es nur bei ihr cool finde, sei dahingestellt. Dass es von schlechter Qualität ist, damit am Körper unmöglich aussieht und nach zweimal waschen dahin ist - who cares? - dann kauf ich mir eben ein Neues! Keine sehr nachhaltige Denkweise. 
Seitdem bin ich dazu übergegangen, lieber weniger zu kaufen und dafür von besserer Qualität. Ein Laden, der mich in dieser Hinsicht nie enttäuscht hat? Esprit. Teilweise habe ich noch Klamotten vom Esprit im Schrank, die ich schon seit dem Abitur habe - und sie sehen immer noch neuwertig aus, wie beispielsweise diese weiße Bluse.







Mein komplettes Outfit besteht (bis auf die Schuhe) aus Teilen, die ich schon gefühlte Ewigkeiten habe (4 Jahre). Natürlich gibt es diese Sachen nicht mehr zu kaufen, weshalb ich für euch Alternativen gefunden habe, die ich euch hier verlinke: 



Blazer: hier
Bluse: hier
Tasche:  hier
Hose:  hier
Schuhe: hier


Doch wie schaffe ich es, als vorheriges Direkt-kauf-Opfer weniger und nachhaltiger zu kaufen?

1. Überlege dir, was du wirklich brauchst
Natürlich liebe ich weiße Jeans - aber ich habe schon mehrere im Schrank und brauche wirklich keine neue. Dafür gehen mir blaue Jeans immer aus. Überleg dir, ob du das Stück, was du in der Hand hältst überhaupt wirklich brauchst. Nur weil es dir gefällt, brauchst du es noch lange nicht.



2. Gefällt dir das Kleidungsstück WIRKLICH?
Manchmal lasse ich mich von diversen Hypes anstecken und meine dann, unbedingt dieses Stück zu kaufen, obwohl es mir schon eine Woche nicht mehr gefällt. Meistens ist es dann zum Umtauschen zu spät und auch das Weiterverkaufen gestaltet sich schwierig, also: Umsonst gekauft.

3. Passt das Stück zu dir?
Manche Kleidungsstücke sehen an gewissen Mädels super aus, wenn ich es anziehe, ist die Magie auch schon wieder verflogen. Culottes und schulterlose Oberteile stehen mir zum Beispiel überhaupt nicht, auch wenn ich sie an anderen Mädels immer wunderschön finde. Ihr solltet aber euch und eurem Stil treu bleiben (und auch an eure Figur denken). Manche Dinge passen einfach nicht zu euch, so schade es auch ist. Oder ihr sucht so lange, bis ihr das passende Teil gefunden habt. Wie in meinem Beispiel diese spitzen Ballerinas von den Fotos. Ich habe sehr breite Füße, weshalb Ballerinas im Allgemeinen echt schlimm bei mir aussehen und ich sie auch nicht trage. Diese Ballerinas dagegen passen zu mir und meinen Füßen. 



4. Wie sieht es um die Qualität / Materialien aus?
Ist das Kleidungsstück, was ihr gerade in der Hand haltet hoch qualitativ und rechtfertigt einen höheren Preis? Vermeidet vor allem Polyester und sucht euch Kleidungsstücke mit hohem Baumwollanteil. Oder ist es womöglich nach einmal tragen kaputt oder verfärbt sich beim Waschen direkt?


5. Ziehst du es in 5 Jahren auch noch an?
Oder ist es nur ein einmaliger Modetrend, den man lieber nicht mitmachen sollte? Nichts gegen Trends, ich gehe auch gerne mit der Zeit, aber manche Dinge müssen einfach nicht sein bzw passen gar nicht zu mir und meinem Stil (siehe Punkt 3). Und wenn man mehr investiert (und auch investieren möchte), ist es sinnvoll, ein bisschen an die Zukunft zu denken. Trage ich in 5 Jahren wirklich noch Croptops?