at the end of the day, you gotta live with yourself – fuck everybody else




Hi, ich bin Sabrina. Ich bin 23 Jahre alt und komme aus Stuttgart. Neben meinem Lehramtsstudium bin ich Leistungssportlerin. Seit ich denken kann, mache ich Leichtathletik, mit 16 Jahren habe ich mich dann auf den Sprint fokussiert. Eigentlich kann man sagen, ich bin hauptberuflich Leistungssportler und nebenberuflich Studentin. Denn es ist mehr, als 2 bis 3 Stunden Training am Tag, es ist ein Fulltimejob. Das Ganze dann noch mit einem Vollzeitstudium zu verbinden und nebenher auch noch „ein normales Leben“ zu haben, lässt einen manchmal wünschen, der Tag habe 48 Stunden. Nichtsdestotrotz liebe ich das, was ich tue, von ganzem Herzen. Kurz gesagt: ich brenne dafür. 
Vor einiger Zeit habe ich dann Feli kennengelernt. Natürlich sind wir über das Thema Sport in Kontakt gekommen, inzwischen ist das aber viel mehr – nämlich Freundschaft. Ich kann es nicht oft genug betonen, wie froh ich bin, dass ich diesen liebenswerten Menschen kennenlernen durfte. Sie ist es nun auch, die mir angeboten hat, Gastbeiträge auf ihrem Blog zu schreiben. Meinen Blog habe ich aufgegeben, da mir schlicht und einfach die Zeit dazu fehlt. An dieser Stelle möchte ich mich gleich für diese Möglichkeit bei dir, liebe Feli, bedanken.
Vielleicht startet unser Vorhaben erstmal als Pilotprojekt, da ich selbst über die Regelmäßigkeit von meinen Beiträgen nichts sagen kann. Meine Motivation hierfür ist allerdings sehr hoch und ich habe sicherlich mehr zu erzählen, dass es sich nur auf den Sport beschränken wird.
 To be continued :)


Sabrinas Instagramaccount findet ihr hier (RVN.FAST)




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Ich bin mir nicht sicher, ob es einen richtigen Einstieg in diesen Post gibt. Beim Titel kann man sich natürlich einiges denken. Vielleicht fange ich erstmal damit an, welche Intention dahintersteckt. Ich schreibe diesen Artikel nämlich ohne große Vorplanung, da ich ihn einfach direkt aus meinem Leben greife. Ich habe in den letzten Tagen mit mehreren Personen geredet und mir sind ein paar Dinge aufgefallen, die sich in den Gesprächen überschnitten haben.
Ist euch schon einmal aufgefallen, wie kaputt wir teilweise sind? Und wie kaputt wir uns durch unsere Gesellschaft machen lassen? Wie viele Sorgen wir uns machen und das mit Anfang bis Mitte 20? Einem Alter, in dem wir einfach nur glücklich und dankbar sein sollten?
Das wird kein Artikel, in dem ich mich über diese Gesellschaft beschweren will oder darüber, wie andere zu ihrem Leben stehen oder ihr Leben gestalten. Aber ich denke, dass ich mit diesem Thema mehr Leute anspreche, als die paar Personen aus meinem Leben. Meine eigentliche Intention ist, anderen Mut zu machen und sie zu motivieren. Wir sind alle nur Menschen, die manchmal die richtigen Worte brauchen. Oder man erzählt anderen aus seinem Leben, wie man aus verschiedenen Situationen gelernt hat oder rausgekommen ist. Das hat nichts damit zu tun, dass man ein Egoist ist und gerne von sich selbst erzählt. Sondern, dass andere für sich daraus etwas ziehen können und es auf ihre Situation transferieren können.
Also will ich auch euch etwas erzählen und vielleicht könnt ihr auch für euch etwas daraus ziehen. Ich kann zum Beispiel über mich selbst sagen, dass ich zufrieden mit meinem Leben bin. Natürlich lasse ich mich, wie jeder andere auch, regelmäßig von etwas herunterziehen. Und das, obwohl ich wirklich Glück hatte, immer alles hatte und mich nie beklagen konnte. Ich sollte jeden Tag aufstehen, glücklich und dankbar sein. Nur vergesse ich das immer wieder und ich denke, so geht es anderen auch. Ich liebe meine Familie, meine (wenigen) Freunde und bin dankbar, dass ich sie habe. Ich bin glücklich mit meinem Sport, auch wenn es beim besten Willen nicht immer so läuft, wie ich es mir vorstelle. Ich bin zufrieden mit meiner Uni und meinem Studiengang, auch wenn es manchmal wirklich stressig ist und ich niemals in Regelstudienzeit fertig werde – who cares. Natürlich gibt es aber trotzdem einen Bereich, der mich in meinem Leben immer wieder mal herunterzieht. Welcher Bereich das ist, tut nichts zur Sache. Ich will euch aber sagen, wie ich da rausgekommen bin, mich immer wieder neu runterziehen zu lassen. Deshalb ist es auch egal, welcher Bereich das in meinem Leben ist, weil so das transferieren einfacher fällt.
Ja – wie bin ich da rausgekommen? Zunächst einmal, wie ihr es vielleicht schon bemerkt habt, ist mir bewusst, dass ich sehr verwöhnt bin. Genau das führe ich mir immer öfter vor Augen. Eigentlich, Sabrina, kannst du dich wirklich glücklich schätzen – also sei es auch. Dann frage ich mich aber immer wieder – warum handelst du gegen deine eigene Natur? Genau das ist es, was uns unglücklich macht. Weil wir uns manchmal zwingen, jemand anders zu sein oder uns anders zu verhalten. So wie wir es eigentlich gar nicht wollen. Wir können auch keine Situationen erzwingen, die wir nicht beeinflussen können, weil zum Beispiel zwei oder mehrere Menschen dazu gehören. Und genau von so etwas darf man sich nicht herzunterziehen lassen. Weil man eigentlich zufrieden und glücklich ist – aber nur wegen einer Sache schlechte Laune bekommt, die man selbst kaum beeinflussen kann. Manchmal sollte man sich auch selbst reflektieren, sich selbst von außen beobachten und dann fällt einem auf, dass man vielleicht selbst manchmal der Auslöser ist, weil man blöd reagiert oder sich beschwerende Gedanken macht, die sich dann auf die Situation oder die Reaktionen anderer Personen auswirken.
Man sollte alles in seinem Leben so ausrichten und so durchziehen, dass man selbst glücklich ist. Auch wenn das ab und an Veränderungen mit sich bringt oder man schmerzvolle Erfahrungen nicht vermeiden kann. Warum soll man sich jeden Tag quälen, obwohl man mit einer anderen Entscheidung langfristig glücklicher ist?

Wenn es dir selbst guttut – dann mach es. Egal was andere sagen. Egal, ob es andere gut finden. Du musst am Ende jeden Tages mit dir selbst leben können. Deshalb richte deine Entscheidungen auch danach aus, dass es dir gut geht. Es gibt Dinge, die du nicht ändern kannst, weil es nicht in deiner Macht steht – alles was du ändern kannst, kannst du selbst anpacken. Du musst mit dir selbst bis an dein Lebensende leben, denn es wird dich nicht jeder bis dorthin begleiten können und wollen. Und du musst glücklich sein. Das ist das Wichtigste.

Xoxo, Sabrina

Kommentare :

  1. Ohje, zwei Fulltime-Jobs auf einmal... das wäre nichts für mich. Ich bin schon manchmal an Schule + 2-3h Bewegung (auch Spaziergänge) täglich gescheitert...
    Sprint ist das, was ich am Sport neben allem, was mit Bällen zu tun hat, am wenigsten beherrsche... ich bin mehr so jemand, der ewig und langsam durch die Gegend rennt ;)

    Deinen Post finde ich sehr schön - da freue ich mich schon auf mehr von dir :)

    Liebe Grüße

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  2. das titel zitat ist so wahr! & danke für dein kommentar, du musst echt unbedingt mal nach prag. kann die stadt nur jedem wärmstens empfehlen :)

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  3. Toller Post! Hut ab, dass du das alles so toll in deinen Alttag integriert bekommst, finde ich super.
    Ich mag dein Blog total gerne, Liebes!

    Love, Julia
    www.sere-ndipity.blogspot.de

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