FRANKFURTER HALBMARATHON 2016



07.00 Es ist soweit. Ich bin aufgeregt, habe zwar lange geschlafen, aber fühle mich vollkommen müde und ausgelaugt, gleichzeitig habe ich etwas Angst vor der langen Strecke morgen, dass ich mein Tempo nicht halten kann, dass meine Verletzung zu Leistungseinbußen führt, dass ich vielleicht lieber nicht hätte starten sollen, wenn mein Schienbein noch weh tut. Aber jammern bringt nichts, also gab es ein Oatmeal zum Frühstück und es ging nach Frankfurt. Am Abend zuvor gab es eine große Pizza Mare mit meiner Mutter.



8.00: Wir fahren mit etwas Verspätung - wie immer - los. Mit dabei sind meine Schwester und meine Mutter, meine Tante und mein Onkel. Ohne Probleme finden wir einen Parkplatz (hierbei großes Lob an den Frankfurt Halbmarathon - es ist echt alles super organisiert), bei den Startunterlagen finden wir diverse Freunde, die entweder selbst starten oder zuschauen. Das liebe ich am laufen - auch wenn jeder für sich selbst läuft, läuft man doch nie alleine.
Wir laufen uns ein - ich muss nochmal zurück, weil ich natürlich meine zwei Gels vergessen habe und begeben uns langsam in unseren Startblock (1.45-1.55)

10.05: START (Um 10.00 ging es für die Eliteläufer an den Start). Schon beim Anlaufen wundere ich mich, dass es so langsam vorwärts geht, meine Uhr zeigt erst 7.00/km an, dann 6.30/km. Um mich herum werden auch viele Läufer aufgeregt, auch wenn es natürlich das Standardproblem ist: Selbstüberschätzung - wir stellen uns lieber nach vorne an den Start, auch wenn wir dann im Schneckentempo losdackeln. Ich möchte nicht überheblich klingen, ich weiß, wie es ist, wenn man zu den letzten beim Laufen gehört - Das könnt ihr hier auch nachlesen, aber in dem Moment, als wir den 1. Kilometer in 6.10 abgeschlossen haben, war ich einfach nur wütend. - genau wie um mich herum auch diverse Läufer. Der Pacemaker mit dem 1.49 Luftballon war kaum noch zu sehen.
Aber das Gute daran war, dass ich sonst immer viel zu schnell starte und so gezwungen war, langsam zu laufen.
Die ersten Kilometer liefen super, ab Kilometer 8 gabs das erste Gel, ich habe bekannte Gesichter auf der Strecke gesehen und bin die ganze Zeit mit Feli gelaufen. 

11.00: Den 10.km bin ich in 53.12 durchgelaufen, habe mich immer noch gut gefühlt, weil ich wusste, dass die Hälfte geschafft war. Zudem wusste ich dass in 4 Kilometer meine Familie steht und mich anfeuert, sodass ich etwas hatte, worauf ich mich freuen konnte. Ab Kilometer 12 habe ich Feli leider verloren. Ab Kilometer 16 (Durchgang: 1.26.09) hatte ich einen kleinen Einbruch und bin teilweise mit 5.20- 5.30/km gelaufen, meine Motivation hat mich verlassen und ich habe mich aufs Ziel gefreut. Dennoch gingen die letzten Kilometer irgendwie relativ schnell vorbei, ich bin komplett schmerzfrei gelaufen und konnte selbst zum Schluss immer wieder grinsend meiner Familie zuwinken. 
Der Zieleinlauf in die Commerzbank Arena (1.51.19) war der Wahnsinn und selbst ich konnte nochmal zum Schlusssprint ansetzen (ich bin normalerweise beim Zieleinlauf immer viel zu ko um nochmal Vollgas zu geben) und hatte danach einfach nur Gänsehäut.


 

direkt nach dem Zieleinlauf. 



Ob ich wohl schnell rot werde?

12.00: Relativ schnell habe ich wieder meine Familie gefunden, auch Feli kam mit 1.52. kurz nach mir ins Ziel (eine super Zeit für einen ersten Halbmarathon by the way). Danach war ich durchgehend wie auf Droge, hab mich riesig gefreut, war zwar ko aber glücklich (ein großer Unterschied zu meinem ersten Halbmarathon wo ich in 1.58 gefinished bin und kaum noch gehen konnte). Auch wenn ich vorher gesagt habe, dass das mein letzter Halbmarathon wird, weil ich noch so ein Horrorerlebnis vom letzten hatte, habe ich direkt danach gesagt, dass ich wieder laufen möchte - wahrscheinlich in Mainz für Runners Point. Ist da jemand von euch am Start?



Kommentare :

  1. Wow, das hört sich wirklich super an, wie toll das du so gut durchgehalten hast - Respekt!

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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