Meine Meinung zum BBG von Kayla Itsines

Diese Review bezieht sich nur auf den Trainingsplan des BBG, nicht auf den Ernährungsguide - die findet ihr hier.
Ihr findet hier keine Vergleichsfotos, da ich solche nicht im Internet veröffentlichen werde.


Kayla Itsines. Eine der ersten Fitnessaccounts auf Instagram, dem ich damals gefolgt bin und mit 4 Millionen Abonnenten auch der Erfolgreichste, den ich kenne.
Die strahlende, superschöne und durchtrainierte Kayla verkörpert das Ideal eines jeden Mädchens und vermittelt die Botschaft, dass sich jeder einen Körper erarbeiten kann, auf den er stolz ist.
Das Wort erarbeiten trifft es gut. Der BBG hat es in sich und ist dennoch für jede Trainingsstufe etwas, ob für Anfänger oder Fortgeschrittene.


Auch er arbeitet (wie viele andere Trainingsprogramme ua Freeletics) mit der HIIT - Methode. (Wer nicht weiß, was HIIT ist, findet hier eine gute Zusammenfassung).

Kayla lässt dich 6 Mal die Woche sporteln, anfangs 3 Mal mit ihren Workouts und 3 Mal mit LISS Training (hier eine Erklärung), welches mit fortschreitender Zeit ebenfalls zu HIIT - Einheiten wird.

Die drei wöchentlichen Workouts haben es in sich, obwohl sie mir auf den ersten Blick "machbar" erschienen. Jedes Workout dauert 28 Minuten bzw 4 x 7 Minuten. - Nur 7 Minuten wird man aber niemanden sagen hören, da einem 7 Minuten wirklich alles abverlangen.

macht auch zusammen "Spaß"
Die Workouts sind gesplittet und in Beine + Po, Oberkörper, Bauch und Cardio unterteilt, wobei einzelne Bestandteile kombiniert werden. Anfangs gibt es noch ein Ganzkörperworkout, welches die "schlimmsten" Übungen der anderen Workouts kombiniert. Später wird das Programm jedoch immer gesplitteter, aber dazu kommen wir später.


Da es darauf ankommt, so viele Runden wie möglich in den jeweiligen 7 Minuten zu schaffen, ist das Programm sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Girls im Bodyweight-Training geeignet.

Ihr könnt den Bikini Body Guide in jedem Fitnessstudio absolvieren, ihn aber auch zuhause oder auf Reisen machen, da ihr wenig Platz benötigt. Jedoch braucht man eine gewisse Grundausstattung, es ist also (anders als bei Freeletics) kein reines Bodyweighttraining.
 - Alles in allem ein ansprechendes Konzept. Doch wie habe ich ihn erlebt?

Ich habe den Bikini Body Guide Plan bereits zwei Mal absolviert, einmal alleine und einmal zusammen mit einer Freundin. (Ich würde übrigens empfehlen, den Guide zusammen mit einer Freundin zu absolvieren, alleine habe ich in Woche 10 aufgegeben, weil ich einfach keine Lust mehr hatte).



Was hat mir gefallen?
- Flexibilität
Ich finde es super, dass ich das Programm einerseits problemlos in meinem Fitnessstudio absolvieren konnte und andererseits auch auf Reisen oder zuhause auf der Terrasse durchführen konnte. Natürlich braucht man eine kleine Auswahl am Equipment, allerdings kann man Kettlebells/Medizinbälle auch gut durch andere schwere Gegenstände ersetzen und statt eines Fitnesshockers auch einen normalen Stuhl nehmen. Es ist also auch mit wenig Equipment durchführbar. 

Somit war ich auch zeitlos total ungebunden, das Workout war schnell gemacht, sodass ich es auch in den vollsten Tag hineinquetschen konnte.
- Verbesserung der allgemeinen Fitness
Dadurch dass ich das Programm bereits zum 2. Mal gemacht habe, habe ich die Unterschiede zum 1. Durchgang spürbar gemerkt: Übungen wie Commandos oder Burpees, bei denen mir vorher jede Wiederholung viele Mühen gekostet haben, habe ich viel öfter geschafft und ohne das Gefühl, einen Herzinfarkt zu bekommen. Die Workouts fielen mir beim zweiten Durchgang leichter, ich war schneller und habe mehr Wiederholungen / Durchgänge geschafft.
Der BBG ist ein Programm, der wirklich fit macht und nicht nur schlank. Man sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch was leisten.

- Community: Alleine auf Instagram und Facebook gibt es zahlreiche Girls, die auch den BBG machen. Es gibt gemeinsame Starttermine und die Mädels motivieren sich gegenseitig, alles zu geben und am Ball zu bleiben. Das macht es leichter, am Ball zu bleiben, als wenn man komplett auf sich alleine gestellt ist.
- Anstrengung: Ich mag es, wenn Sport das ist, was er sein soll: anstrengend. Ich darf dabei dann auch gerne aussehen wie ein "Todesschwein", meine neueste Wortkreation, da ich so aussehe wenn ich mit Henrik laufen gehe und ich darf danach auch Muskelkater haben. "Ih, schwitzen" gehört auch dazu. Nichts ist schlimmer, als wenn ich "scheinbar" Sport gemacht habe und danach nicht voll ausgepowert bin sondern nur noch mehr Bewegungsdrang habe. Und genau das leistet der BBG: vollkommene Erschöpfung und Zerstörung. 
- gute Erklärung der Übungen
Die Übungen gibt es zwar von Kayla nicht als Video (was oft bemängelt wurde, jedoch hat jeder Youtube und kann demnach nach einem Video suchen, auf welchem besagte Übung erläutert wird), jedoch als Bild- und Schriftbeschreibung: Man kann die Übungen leicht verstehen und nachmachen.

- Fortschritte: Mit dem BBG sieht man wirklich (wie bei jedem halbwegs guten Programm) schnell Fortschritte. Natürlich habe ich jetzt keinen super definierten Bauch und ich habe in 12 Wochen auch keine 10 Kilogramm Fett verloren. Auch wenn ihr über Instagram Fortschrittsbilder von den Kaylagirls findet, ja,das ist möglich (krasse Fortschritte in so kurzer Zeit allerdings nur mithilfe einer Ernährungsumstellung)




Was hat mir nicht gefallen? So nach den ganzen Lobeshymnen jetzt noch die negativen Punkte des Programmes. 
- Eintönigkeit: Vor allem beim zweiten Durchgang zieht sich das Programm ziemlich hin. Die Übungen kennt man schon, es sind jetzt auch keine bahnbrechenden neuen Übungen dabei, die meisten kennt man schon aus diversen Fitnessstudios / anderen Online Programmen. Vor allem der Split in den letzten Wochen wird relativ hart für die einzelnen Muskelgruppen und die Übungen werden immer eintöniger. Oft hat man das Gefühl zum 3. Mal den 4. Durchgang derselben Übung durchzumachen, weil man nur die Arme etwas anders bewegt und dennoch dieselbe Übung macht. Das Ganze geht auch auf Lasten der Effizienz. Ich bin vielleicht auch nicht total objektiv, weil ich ein Fan von Ganzkörpertraining bin und selbst nicht in die einzelnen Muskelgruppen splitte. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich, wenn ich dreimal die Woche ein "Full Body Workout" hätte, ich die einzelnen Übungen besser und schneller durchführen könnte, als wenn ich 1x Beine, 1x Arme und 1x Bauch trainiere.

Ihr findet hier das Programm von Kayla Itsines - falls ihr es selbst ausprobieren wollt.

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