Wie, du isst "normal" ?



Wann ist das Essen eigentlich Thema Nr. 1 in unserer, privilegierten Gesellschaft geworden?
Jeder spricht darüber. Jeder hat etwas an seinen Essgewohnheiten auszusetzen - oder an denen der anderen. Essen wird nicht mehr nur als "notwendig" betrachtet, sondern hat höchsten Stellenwert.

Versteht mich nicht falsch. Ich weiß, wie wichtig das richtige Essen ist, um leistungsfähig und gesund zu bleiben. Natürlich kann man sich nicht jeden Tag Burger, Pizza und Fertignahrung reinschaufeln und dem Körper geht es dabei gut. Nein. Ich rede nicht von dieser Form des Extremes: Fresssucht.
Ich meine das normale Essen, was jetzt von vielen als "intuitiv" bezeichnet wird. Dazu muss ich sagen, dass ich das Buch "intuitiv abnehmen" nicht gelesen habe, Freundinnen es mir aber immer wieder empfehlen. Dennoch stört mich daran, warum es jetzt diesen Riesenhype um intuitives Essen gibt, wenn damit doch gemeint ist, dass man auf seinen Körper hören soll, ihm etwas zu Essen geben soll, wenn er hungrig ist. So sollte ein gutes, normales Essverhalten aussehen. Genauso klar ist es, dass Menschen mit Essstörungen und -problemen nach und nach dieses intuitive Essen verlernt haben. Diese Menschen, die andere Seite des Extremes, meine ich in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht.

Ich meine Menschen, die sich gesund ernähren, vielleicht ein paar Kilo abnehmen wollen und leistungsstark bleiben wollen. Menschen, wie du und ich, keine Ernährungsexperten, die sich jeden Tag mit der richtigen Ernährung beschäftigen, - und dennoch eine kleine Wissenschaft aus der Sache machen, wo man doch eigentlich 8732893 andere Dinge hat, die man lieber erledigen sollte. Man wird schief angeschaut, wenn man sich "normal" gesund ernährt, was in meinem Fall heißt, dass ich sehr selten zu Fleisch greife, versuche, viel Obst und Gemüse zu essen, Vollkornprodukte wähle, Sahne und falsche Fette so gut es geht, weglasse und dennoch mir ab und zu auch Soulfood in Form von Pizza, Gummibärchen oder worauf ich eben Appetit habe, genehmige. 
Nein, ich esse nicht vegan, nicht vegetarisch, nicht paleo und auch nicht low-carb und ich habe es satt, mich dafür rechtfertigen zu müssen, wie und warum ich was wann esse.




veganer Burger
weltbestes Eis: Mozart

Kommentare :

  1. Hach ja, das mit dem lieben Essen ist ja so eine Sache. Das ist ja generell und überall ein großes Thema geworden. Ich persönlich sehe das ähnlich wie du. Ich esse auch recht normal, halt nicht zu viel Fleisch (aber das mag ich eh nicht so gern...) und gönne mir auch mal was. So lange man keine Probleme hat, ist das doch auch genau das richtige. Wenn man vegan leben will: gut, ist die Sache desjenigen, der das so machen will. Aber das muss wirklich jedem selbst überlassen werden.

    http://www.blog.christinepolz.com

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  2. Ich finde es wirklich gemein, dass du immer so extrem leckeres Essen postest haha. Ich bekomme immer total hunger, wenn ich solche leckeren Sachen sehe. Ich finde, dass es beim Essen eigentlich gar nicht mal unbedingt ein richtig oder falsch gibt, weil am aller wichtigsten ist erstmal, dass es einem selbst gut geht und man sich wohl fühlt. Ich finde es ist völliger Quatsch Kolorien zu zählen der dauernd auf irgendwas zu verzichten was man eigentlich unglaublich gerne mag. Das ist halt auch das Problem, dass viele deswegen Krank werden, weil sie sich viel zu große Sorgen um diese ganze Essensache machen. Eigentlich ist doch essen mit das schönste was es gibt :)

    Liebe Grüße :)
    http://www.measlychocolate.de

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  3. Da kann ich nur zustimmen! Man sollte vor allem das Essen, was Schmeckt!
    Ps. Den grünen Drink finde ich ja lustig. Was ist das gewesen?

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