FITNESSSTUDIO VS ZUHAUSE TRAINIEREN


Ich habe es getan. Ich habe mich im Fitnessstudio abgemeldet. Aber das liegt nicht an meinem Studio, mit dem war ich immer bzw bin immer noch sehr zufrieden damit.
Sondern vielmehr an mir. Ich trainiere nur im Functional Training - Bereich sprich TRX, Kettlebell und Bodyweight-Exercises und benutze weder die Cardiomaschinen, noch die Geräte oder Freihanteln.
Ich habe ein TRX Band zuhause und werde mir noch zusätzliche Kettlebells und einen Stepper besorgen, um künftig alle Workouts zuhause durchführen zu können.
Außerdem möchte ich (wenn ich mit Kayla durch bin) Freeletics ausprobieren, ab und an Crossfit machen, vielleicht mit Ballett anfangen, wieder richtig Triathlon machen und und und. Zuviele Ideen und zu wenig Zeit.

Jedoch weiß ich, dass meine (sportliche) Zukunft nicht bei den Geräten liegt.
Ich verabscheue das Laufband, langweile mich auf dem Crosstrainer und Fahrrad und an den Maschinen. Freihanteln machen mir eine Zeit lang Spaß, aber dann wird es mir oft zu eintönig und ich gehe gerne beim Training v.a konditionsmäßig und nicht nur kraftmäßig an meine Grenzen (Ein Trainer meinte mal, dass bei den Übungen schnell die "Pumpe" geht und das trifft es).
(Achtung: Ich weiß, dass man auch beim Krafttraining an seine Grenzen gehen kann, das hier ist lediglich meine eigene Meinung)

Zudem baue ich durch meine Hormonstörung  sehr viele Muskeln sehr schnell auf und sehe nach regelmäßigen Squats eben doch sehr 'massig' aus. Falls ihr aber nicht an PCO erkrankt seid, trifft das auf euch auf keinen Fall zu! Krafttraining formt den Körper wunderschön. Sobald ich aber massige Beine habe (wie ich sie mir vor ca 1 Jahr durch regelmäßige Freihanteltraining antrainiert habe), werde ich leider langsamer beim Laufen.
Aber genug zu mir: Nun zu einem (relativ) objektiven Vergleich zwischen Fitnessstudio und Homeworkouts, der mir geholfen hat, meine Entscheidung zu fällen.


Fitnessstudio:
PRO
Supervision: Auf jeden Fall in einem guten Studio sind die Trainer auch ansprechbar bzw schauen von selbst nach, ob man Fehler macht. Diese Sicherheit hat man bei eigenem Training nicht. 
- Motivation: Ich bin im Fitnessstudio selbst 23798 Mal motivierter, das Training durchzuziehen. Zuhause muss ich mich sehr viel mehr quälen, endlich anzufangen und zögere das Ganze oft Stunden hinaus.
- Vielfalt: Im Fitnesstudio kann man sämtliche Cardioberäte benutzen, die Maschinen, die Freihanteln, den (wenn vorhanden) Functional Training Bereich: Im besten Falle wird einem somit nie langweilig. Andererseits muss es für eine gewisse Freiheit auch leer sein, was bei den meisten Studios nicht immer der Fall ist. Und nichts ist ätzender, als warten zu müssen

CONTRA
- Geld: Auch wenn es "nur" 20 Euro im Monat sind: Auf das Jahr betrachtet sind das auch 240 Euro + noch die Startgebühr: Von dem Geld könnt ihr euch einiges an Ausrüstung für das Heimtraining kaufen. Zudem kommt man sehr schlecht "spontan" aus den Verträgen raus - davon leben die Studios natürlich auch. Jedoch kann ich an mir selbst beobachten, dass ich im Sommer einfach viel lieber draußen trainiere als ins stickige Studio zu fahren. 
- Anreise: Noch so eine Sache: Kaum jemand hat das Fitnessstudio vor der Haustür. Mich kostet es beispielsweise mindestens 30 Minuten mit dem Auto bis ich in meinem Fitnessstudio bin, in der Zeit kann ich schon ein ganzes Aphroditeworkout machen. Außerdem bin ich oft zu faul, um diese Strecke zu bewältigen und bleibe dann lieber zuhause.
- "Beobachtet" fühlen: Damit hatte ich in meinem Fitnessstudio zum Glück keine Probleme bzw ist es mir herzlich egal, aber ich habe schon oft von Menschen (vor allem Frauen) gehört, dass sie sich im Fitnessstudio beobachtet und bewertet fühlen und deswegen oft nicht Vollgas geben, aus Angst, nicht mehr gut auszusehen. - siehe hier

HOMEWORKOUT
PRO
- Flexibilität & Unabhängigkeit: Man kann immer und um jede Uhrzeit, wetterabhängig trainieren. Oft machen Fitnessstudios "erst" um 7.00 oder 8.00 auf und zu früh wieder zu. Wenn man jedoch mal zu einer unmenschlichen Zeit trainieren möchte, passt das Homeworkout viel besser.
- Günstig: Bestenfalls kostet das Homeworkout kein Geld: außer natürlich das Geld für Sportklamotten und gute Trainingsschuhe. Falls ihr Kettlebells oder ein TRX Band nutzen wollt, müsst ihr natürlich etwas Geld ausgeben, im Vergleich zum Fitnessstudio aber immer noch nichts.
- Zeitersparnis: Bis ich zum Fitnessstudio gefahren, dort trainiert und geduscht und wieder zuhause bin, sind oft 2 -3 Stunden vorbei. Zuhause geht das Ganze viel fixer und schneller.

Meine Lieblingsyoutubechannels für Homeworkouts findet ihr hier.


Fitnessblender: DIE Seite, mit der ich angefangen hab, mit eigenem Körpergewicht zu trainieren. Unendlich viele Workouts,die mich jedes Mal aufs Neue fordern.


Bodykiss: Anne ist eine superfitte, motivierende Persönlichkeit, die einen mit ihren Workouts an den Rand des Muskeltodes bringt.



Fit trio: Luisa und Jan verfolge ich schon ewig auf Instagram und liebe ihre motivierenden Workoutvideos und ihre Message: #fürmehrrealitätaufinstagram. Danke für viele positive Gefühle am Morgen dank eurer lieben Texte.



Fithealthydi: Diana, meine Lieblingsgrinsekatze von Instagram strahlt einfach so viel gute Laune und ein wunderbares Lebensgefühl aus, dass man sie einfach super sympathisch finden muss, auch wenn man sie nicht kennt. Danke für die tollen Rezepte, die HIIT Workouts und die Inspiration.

CONTRA
- eintönig: Ihr könnt "nur" mit dem eigenen Körpergewicht bzw mit Kettlebell/TRX trainieren obwohl ihr euer Homegym je nach Platz natürlich auch mit Langhantel etc aufrüsten könnt. Meiner Meinung nach gibt es dennoch genug Vielfalt an Übungen, so dass euch nicht langweilig wird.
- demotivierend: Mir persönlich fällt es sehr schwer ,mich zum Sport zuhause aufzuraffen. Wenn ich hingegen im Fitness bin, muss ich quasi trainieren weil ich sonst dort nichts machen kann. Allerdings muss ich mich auch erstmal aufraffen, loszufahren. Ein Teufelskreis.
- keine Beaufsichtigung: Keiner schaut drüber, ob ihr die Übungen richtig ausführt, deswegen seid besonders kritisch mit euch selbst und versucht, die Übungen vorm Spiegel zu machen, um zu überprüfen, ob ihr sie richtig ausführt.
 


Kommentare :

  1. Ich trainiere auch viel, viel lieber zu Zuhause. Allerdings fällt es mir leichter mich dazu zu motivieren. Ich mache es einfach. Ich trainiere meistens auch Morgens, weil Nachmittag und Abend mir dazu absolut die Motivation und die Lust fehlt. Mich würden deine Erfahrungen mit dem Kayla Workouts interessieren: Hast du Erfolge? Wenn ja, welche? Machst du nur die Workouts oder auch den Ernährungsplan? (Also ich geh mal davon aus, dass du den BBG machst), etc.?

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    1. Hallo liebe Sabrina,
      danke für deine lieben Kommentare. Gerne erzähle ich dir mehr über meine Erfahrungen :) Können wir privat schreiben? :)

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  2. Hallo Feli,

    deine Pro&Contra-Liste kann ich so unterschreiben. Wobei ich mich als Mann im Fitnesstudio nicht unangenehm beobachtet fühle :D und auch keine Motivationsprobleme zu Hause besitze.

    Ich habe selber aus Zeitgründen ein halbes jahr Bodyweighttraining (Freeletics) zu Hause ausgeführt. Größter Knackpunkt ist hier einfach die Supervision (die Ich allerdings in den meisten Studios auch vergebens suche). Es fehlt einfach ein Trainer, der gerade dann drüberschaut, wenn man die Wiederholungen gerade so noch mit Ach und Krach und Rückenwind rausquetscht. Und die YouTuber, welche ihre WOD's oder HIIT's vorstellen, haben oft eine total grauenvolle Ausführung und erklären nicht richtig, weshalb die Selbstkontrolle im Spiegel meist gar nicht möglich ist.

    Den Trainierenden als auch den selbsternannten Onlinecoaches fehlt einfach das entsprechende Know-How.

    Und dadurch kommt es dann in den Kommentaren zu erschreckenden Dialogen zwischen Follower und YouTuber: "Bei der Kniebeuge ohne Gewicht habe ich am Knie schmerzen. Mache ich was falsch? Soll ich pausieren?" "Geh ein bisschen tiefer in die Kniebeuge (ass to grass), das entlastet deine Knie."

    Leider biomechanisch als auch ethisch nicht vertretbar, ohne zu wissen wo der Schmerz überhaupt sitzt.

    Dennoch wünsche ich dir alles gute für deine Homeworkouts. Bleib gesund :-)

    Sportliche Grüße
    Norman

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    1. Hallo Norman,
      sehe deine Antwort irgendwie erst jetzt, tschuldigung. Ja das stimmt, im Fitnessstudio sucht man oft vergeblich Trainer, die sich dafür interessieren, wie man die Ausführung macht..

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  3. Hey Feli,

    Ach das ist doch gar kein Problem!
    Welche Fitnessstudios hast du denn so alles schon besucht?

    Da du zu Hause keinen Trainer hast, der deine Übungsausführung kontrollieren kann, habe ich einen kleinen Tipp/Hinweis für dich. :-)

    Und zwar habe ich aufmerksam dein Video zum CS Performance von Bauerfeind angesehen. Bei Sekunde 37 (https://youtu.be/W2_Cy7EwgHs?t=37s) führst du gerade das Aphrodite-Workout von Freeletics durch. Dabei präsentierst du uns die Burpess.

    Pausiere doch hier einmal das Video nach dem Strecksprung kurz vor dem Aufkommen auf dem Boden. Siehst du? Dein Körper ist komplett gestreckt beim Aufkommen (mit leichter Tendenz vorne überzukippen).

    Die gesamte Bodenreaktionskraft schießt hier durch all deine Gelenke und belastet diese unnötig. Allen voran werden auf Dauer deine Knie, Hüfte, Wirbelsäule und deine Schultern/Nacken unnötig in Mitleidenschaft gezogen.

    Versuche lieber beim Aufkommen deine Knie und deine Hüfte zu beugen. Also quasi in einem leichten Squat zu gehen. So können die beim Aufprall entstehenden Kräfte aus deinem Körper herausgeleitet werden, ohne deine Gelenke bis zum Kopf zu quälen. Du musst hierbei lediglich deine Muskeln ein wenig mehr anstrengen - aber das ist ja genau das, was wir mit den Burpees machen wollen! Zudem wirst du dadurch beim Landen geschmeidig wie eine Katze! :-)

    Viele Grüße
    Norman

    P.S.: Darf ich diesen Tipp auch für andere Zuschauer unter dem Video posten?

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