Menschen, die besser über dich Bescheid wissen als du selbst




Hallo ihr Herzen,
Aus gegebenen Anlass gibt es heute einen Post zum Thema "Menschen, die besser über dich Bescheid wissen als du selbst" aka Menschen, die mich einfach nur unglaublich wütend machen. 
In mein Leben, meine Entscheidungen und meine Handlungsweisen mischen sich grundsätzlich viel zu viele Menschen ein. Das war schon immer so und ich glaube, dass es vor allem daran liegt, dass ich Menschen eine große Angriffsfläche biete und es schwer finde, ihnen zu sagen, dass sie aufhören sollen, sich in mein Leben einzumischen.

Früher war ich fast dankbar  über solche Verhaltensweisen. Gut gemeinte Ratschläge und Tipps sehe ich immer noch sehr gern und ich finde es inspirierend, Verhaltensweisen von Menschen mitzubekommen und einige Verhaltensweisen und Routinen selbst zu übernehmen. Aber die Entscheidung darüber, welche Tipps ich übernehme und welche nicht, bleibt mir überlassen
Dies umfasst alle Themen: Arbeit und Studium, Sport und Ernährung, Beziehungen zum Partner und zu Freunden und Familie , Konsumverhalten, etc. Gut gemeinte Tipps a la "Nimm dich ein bisschen zurück, mache nicht 1000 Dinge auf einmal, sondern fokussiere dich auf die Dinge, denen du die meiste Priorität in deinem Leben einräumst" nehme ich gerne an und denke darüber nach.

 Nervig wird es eigentlich erst, wenn Menschen ihre eigene Unzufriedenheit an dir rauslassen. Nur weil sie selbst gerne mehr Sport machen würden, machst du auf einmal viel zu viel Sport und nimmst dir zu wenig Zeit für "die wichtigen Dinge im Leben." Nur weil sie gerne mehr für ihre beruflichen Ziele arbeiten würden und sich selbst als faul empfinden, bist du "langweilig und nur noch am lernen." Nur weil du selbst arbeitest und dir Geld dazuverdienst, um deine Familie nicht vollkommen finanziell auszubeuten ;), nimmst du dir anscheinend nicht genügend Zeit für dein Studium oder deine Ausbildung. Was ich früher einfach nur als nervtötend abgetan habe, macht mich heute einfach nur wütend. 

Wir sind (fast alle) erwachsen. Volljährig und reif. 
Jeder von uns ist in der Lage, selbstverantwortlich eigene Entscheidungen zu treffen und hat die Weitsicht, sowie das geistige Mindestmaß um unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. 
Zudem ist jeder Mensch anders veranlagt, hat andere Ziele und Motivationen im Leben. Jeder von uns ist unterschiedlich leistungsfähig, manche sind intelligenter, andere sind fleißiger , manche brauchen länger bis sie etwas gerafft haben und andere haben ein schnelles Auffassungsvermögen. 

Vorschnell über andere zu urteilen, er/ sie mache zu viel / zu wenig , ist in meinen Augen einfach nur ein Zeichen eines Charaktermangels. Gerade diese Menschen haben selbst unzählig viele Baustellen, sind unzufrieden mit sich und ihren Handlungen und Entscheidungen und fühlen sich dadurch stärker, indem sie dich herunterputzen.

Meine "liebste" Geschichte dazu: Nachdem ich gerade meine Essstörung einigermaßen überwunden, im Wege der Heilung natürlich einige Kilos zugenommen habe und gerade wieder im Kampf gegen diese Kilos und den Speck war, meinte jemand zu mir: "Wow, Feli, du trainierst ja super fleißig, aber dir ist hoffentlich bewusst, dass die richtige Ernährung das A und O ist? Du  isst ja anscheinend ziemlich viel Müll." Danke dafür. Wenn man 1.5 Jahre nur knapp 500-600 Kalorien am Tag gegessen hat, im Rahmen der "Recovery" sich dann dazu gezwungen hat, mittags 1-2 EL Reis zu essen, obwohl man panische Angst vor den Kohlenhydraten hatte und man eigentlich ganz genau weiß, was man essen sollte und was nicht, ist das ganz genau der falsche Kommentar. 









Kleid: Stradivarius (alt, ich glaube, ich habe es 2013 im Surfurlaub gekauft)
Schuhe: Buffalo 

Danke Folker für die großartigen Fotos.

MEAL PREP


Auch wenn ich das Haus nicht jeden Tag verlassen muss, um zur Uni zu gehen, so kommt es doch mehrere Male die Woche vor. Aus diesem Grund habe ich angefangen, mir einiges an Essen + Getränken mitzunehmen, um sicherzustellen, dass ich (einigermaßen) gesund esse und kein unnötiges Geld ausgebe. Rewe + Ditsch sind auf Dauer ziemlich teuer ;) In dem Post zeige ich euch, was ich mir persönlich so mitnehme und was ihr euch mitnehmen könnt.

Getränke
  • Wasser (absolutes Must) - ich verwende dafür eine meiner Nalgene* Flaschen: günstig, gut für die Umwelt und man hat nie zu wenig zu trinken dabei ;)
  • Tee oder Kaffee im Thermosbecher*
  • selbstgemachte Smoothies in einem leeren True Fruits Behälter (meistens im großen ;) :D)








Ansonsten nehme ich sehr gerne mit
  • Brot in meiner keep leaf Brottüte*, die ich mir in Amsterdam gekauft habe. Sie ist wiederverwertbar, sodass man sehr viel Plastik spart.
  • diverse Müsliriegel (am liebsten von Nature Valley*, Fruit Source oder Clif Bars*)
  • Salat mit Nudeln / Reis
  • Nüsse und Datteln
  • Trockenobst
  • Obst
  • selbstgemachter Smoothie (ich verwahre meine immer in alten (ausgewaschenen) True Fruits Flaschen)
  • Couscous- oder Bulgursalate

Was nehmt ihr euch so in die Uni / Arbeit / Schule mit? Ich brauche neue Ideen :)


Training zuhause - Effektiv und sinnvoll




Hallo zusammen,
Wer meinen Blog schon länger liest und/oder mich persönlich kennt, weiß, dass ich ungefähr immer ein Zeitproblem habe. Ein Grund weshalb ich aktuell nur noch zuhause trainiere. Aber warum trainiere ich nicht mehr im Fitnessstudio und nur noch zuhause? 

  • Ich bin flexibler und unabhängig von Öffnungszeiten und Zeiten, in denen voraussichtlich Menschenmassen im Fitnessstudio anzutreffen sind und ich nicht mein gewohntes Programm durchziehen kann. Ich kann auch an Feiertagen frühst zuhause trainieren, ohne zu warten, dass mein Studio um 10.00 auf macht oder abends um eine Zeit trainieren, in der sich viele Menschen nach der Arbeit im Fitnessstudio tummeln. Ich habe zwischenzeitlich meine Ruhe.
  • Ich kann an der frischen Luft trainieren - immer ein dicker Pluspunkt, vor allem jetzt im Sommer bei schönsten Wetter. Zugleich werde ich noch schön braun und tanke Vitamin D.
  • Ich spare Geld welches ich zwar zunächst in Fitnessgeräte für zuhause investiere - diese sind jedoch bei weitem nicht so teuer wie eine 1- 2 Jahresmitgliedschaft im Fitnessstudio. Das restliche Geld kann ich für weitere Accessoires und schicke Sportklamotten ausgeben. Ich habe fast mein ganzes Sportquipment von Gorilla Sports, an dieser Stelle vielen lieben Dank für die Zusammenarbeit.
  • Ich spare Zeit. Ein ganz wichtiges Thema für mich - bis ich ins Fitnessstudio gefahren, dort trainiert und geduscht habe und wieder nachhause gefahren bin, sind oft 2-3 Stunden vorbei. Zuhause stehe ich auf und lege los ;)
  • Ich habe meine Ruhe. Oft habe ich wirklich einfach keine Lust auf andere Menschen - vor allem nicht beim Sport. Ich mache Sport um abzuschalten und "durchzuatmen". Das kann ich alleine am besten.






Und wie trainiere ich jetzt? Warum ist Krafttraining auch für mich als Ausdauersportlerin (Triathletin) wichtig? Die wenigsten Triathleten, die ich kenne, machen Krafttraining. Klar, Stabitraining steht (v.a im Winter) an der Tagesordnung, aber Krafttraining? Der Grund dafür ist v.a die Gewichtszunahme ("Dicke Beine hindern mich am schnellen Laufen"). Die wenigsten Sportler werden durch sporadisches Krafttraining 1-2 Mal die Woche so rasch an Muskelmasse zulegen, dass sie sich nicht mehr vorwärts bewegen können. Auch wenn man zunächst an Gewicht zunimmt bzw beim Abnehmen "kein Gewicht verliert" (Muskeln sind schwerer als Fett (!!!)), macht die hinzugewonnene Kraft das mehr als wett.
Es ist bewiesen, dass Kraftraumtraining den Wettkampfleistungen im Ausdauersport zugute kommt - in der Weise, dass man bis zur Erschöpfung länger durchhält, also länger mit einer bestimmten Intensität laufen, Rad fahren oder schwimmen kann. Zudem verringerst du durch Stabi- und Krafttraining das Verletzungsrisiko. Zudem bringe ich durch Krafttraining meinen Körper schön in "Shape", ein Argument, was kein Ausdauersport entkräften kann ;)

 Ich trainiere derzeit fast nur mit Eigengewicht / Sling Trainer und ggfls kleinen Gewichten (Kettlebell) und mache kein Krafttraining an Maschinen.  

Für meinen Unterkörper (Beine / Po) mache ich folgende Übungen:



Beim Fokus auf den Oberkörper (Arme und Bauch) mache ich folgende Übungen
  • Liegestütze
  • Commandos
  • Klappmesser (ggfls mit Gewicht)
  • Leg Levers
  • Ab Roller
  • Dips
  • Airbike
  • Klimmzüge mit Resistance Band (mein Resistance Band seht ihr auch oben auf dem Bild)


Beim Fokus auf den Ganzkörper mache ich entweder ein Freeleticsworkout oder Übungen wie





Und zum Schluss: Das "Ausrollen mit der Schaumstoffrolle" nicht vergessen :)



Auszeit - Warum meine Fernbeziehung mir so gut tut*


Zeit mit meinem Freund = Auszeit
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Eine meiner wenigen freien Wochen dieses Jahres habe ich fast vollständig bei meinem Freund in Leipzig verbracht und wie jedes Mal hatten wir eine wunderschöne Zeit zusammen. Ich genieße die Auszeit jedes Mal sehr, auch wenn ein freies Wochenende in Leipzig im Vorfeld doppelt soviel Lernerei und Stress bedeutet, um sich die Auszeit erlauben zu können.
Dennoch möchte ich keins dieser Wochenenden vermissen und würde es niemals anders machen.
Auch wenn eine Fernbeziehung auch negative Seiten hat, so ist es doch umso schöner, sich wieder zu sehen und sich nur Zeit füreinander zu nehmen. Genauso halten wir beide es.

Also sind wir – trotz des leider aktuell nicht ganz so schönen Wetters – bei Wind und kühlen Temperaturen an den See gefahren und es hat sich wie Meeresurlaub angefühlt. Entspannung und Erholung werden in unserer heutigen Leistungsgesellschaft leider sehr klein geschrieben, es ist angesagter und kommt besser an, ausgebrannt und gestresst sein, als erholt, glücklich und entspannt. Ich muss mir dabei leider selbst an die eigene Nase fassen, da ich ebenfalls ein kleiner Overachiever bin, der sich selbst gerne höchsten Stress und Druck auferlegt und gerne produktiv ist. Ausreichend Schlaf und Nichtstun kommt dabei oft zu kurz.

Sobald ich mit Kenneth zusammen bin, fällt immer eine riesengroße Last von mir ab und ich komme innerlich zur Ruhe. Ich merke selbst, wie ich schon mit Einfahren des Zuges ausgeglichener und besser gelaunt bin – zugleich aber auch unglaublich müde. Zuhause wache ich eigentlich immer von alleine zwischen 6 und halb 7 auf, kann nicht länger schlafen und stehe hellwach im Bett, während ich bei Kenneth gut und gerne so lange wie möglich schlafe und ich alles vor 9 Uhr früh finde. Ich brauche die Zeit, um meine Akkus komplett aufzuladen und zuhause mit neuen Ehrgeiz an meine Aufgaben und Ziele zu gehen.

Passend zu Erholung und Sonne durften wir beide die Sonnenbrille von More you tragen. Wir sind beide sehr lichtempfindliche Menschen, sodass eine Sonnenbrille im Alltag einfach ein Muss ist.  Wir haben uns beide für dieses Modell in schwarz entschieden. Vom Schnitt her erinnert sie an ein sehr bekanntes Modell, jedoch ist sie handgefertigt und aus Holz. Anders als erwartet ist sie super leicht. Ihr Sitz ist individuell anpassbar. Durch das schlichte Schwarz passt die Brille wirklich zu allem :)


Hier findet ihr auch Kenneths Bericht.











Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit More you

Meine Schuhsammlung für besondere Anlässe


Wie steht ihr zu hohen Schuhen? Oder schickeren Schuhen?
Da meine bisherigen Schuhsammlungen gut bei euch ankamen, kommt hier der letzte Teil der Reihe (hier gelangt ihr zu Laufschuhen / Sneaker / Winterschuhen)
Ich muss gestehen, dass ich solche Schuhe in meinem Schuhschrank mit Missachtung strafe. Ich gehe aktuell einfach viel zu selten abends aus (das war früher noch anders ;)) , sodass ich einfach nicht in den Genuss komme, hohe Schuhe zu tragen - oder in die Qual. Dennoch freue ich mich immer wieder über einen Anlass, sie tragen zu können. 
Meine bequemsten schicken Schuhe sind immer die von Tamaris (allein die ersten 3 abgebildeten Paare sind von dort). Tamaris unterstützt diesen Blogpost in keiner Weise, das ist meine ganz eigene persönliche Meinung. Sie sind bequem, bezahlbar und schick und ich bekomme keine Blasen in ihnen. Schwarze Pumps kann man immer gebrauchen, die spitz zulaufenden flachen Ballerinas finde ich superschön (ich habe sie einmal in Bingen durch Zufall am Geburtstag meiner Oma gefunden) und die silbernen Ballerinas sehen aus wie von Pretty Ballerinas, die ich schon immer haben wollte. 
Die vorletzten Schuhe sind einfache Valentino Look alikes, die ich (wie vermutlich jeder andere Blogger mit Studentenbudget) über Amazon (hier*) gekauft habe. Sie sind für den Preis mehr als okay, nur leider (noch) sehr unbequem. Genauso unbequem sind die letzten beigen hohen Schuhe von Zara - ich finde sie traumhaft schön, jedoch viel zu hoch und "drückend", sodass ich sie nur anziehe, wenn ich viel sitze - beispielsweise im Theater oder beim Dinner ;) 







Mehr Struktur im Kopf durch richtiges Aufräumen und Ordnung

Bettwäsche - Dormando (mein Beitrag hier*)
Tasse - Primark
Buch - F*ck Feelings (hier*)


Hallo ihr Schönen,

heute gibt es mal einen kleinen Beitrag zum Thema: Aufräumen und Ordnung. Wer mich kennt, weiß, dass ich einer der unordentlichsten Menschen auf der ganzen Welt bin. In anderen Hinsichten bin ich gerne fleißig und motiviert, bei praktischen Dingen und Ordentlichkeit einfach nur super faul. 

Mein Zimmer war ein einziges Chaos. Nachdem ich bereits knapp 2 Jahre alleine gewohnt habe und für die Examensvorbereitung wieder nachhause gezogen bin (hier mein Post zum Thema "Von zuhause ausziehen), war mein kleines "Jugendzimmer" vollgestopft mit meinem ganzen Müll. Denn zu meinem (bisherigen) Konsumverhalten gibt es leider nicht so viel gutes zu sagen. Wenn ich etwas schönes finde, MUSS ich es haben, koste es, was es wolle. Deswegen habe ich ziemlich viele schnelle Fehlkäufe, günstig und teuer, zu verbuchen. Von meinem - hart neben dem Studium verdienten - Geld ist aufgrund dieses "Ich muss mir was neues kaufen" "Ich muss mit meinen Freundinnen auswärts essen gehen" "Ich muss soviel wie möglich wegfahren" - Lifestyle wenig übrig geblieben. Ich habe jedes Mal mir geschworen, dass es jetzt das letzte Mal ist, dass ich mir ungeplant etwas kaufe wie beispielsweise Leopardensneaker, Jumpsuits, die aussehen wie die "Windel", die ich aber haben "musste" weil meine Lieblingsbloggerin sie hat (komischerweise sah er an ihr viel besser aus). Ich brauchte natürlich 15 Paar Laufschuhe zuhause um 4-5 Mal die Woche laufen zu gehen. Deswegen habe ich wahnsinnig viel ausgemistet, verkauft und an meine Freunde verschenkt. 
Kleiderkreisel kann ich dafür nur empfehlen, ihr findet meinen Account hier #ichmachegutepreis :D

Welches Buch meine Konsumgedanken aber wirklich maßgeblich geändert hat, war Magic Cleaning von Marie Kondo. 


Ich habe mir seitdem viel weniger gekauft. Ich denke - automatisiert- darüber nach, bevor ich etwas bestelle oder im Laden kaufe - ob ich dieses (meistens Kleidung-) Stück wirklich brauche, es mir richtig passt, es gut geschnitten und qualitativ hochwertig ist. Ich habe keine Lust mehr auf Klamotten, die nur beim ersten Mal Tragen gut aussehen und danach einlaufen, zerreißen oder einfach nicht mehr so sitzen. 

Mich haben meine ganzen Sachen, die ich besitze, gestresst. Zwar war ich nie irgendwie begabt und interessiert, was Schminke angeht (siehe meinem Post hier), jedoch haben sich auch bei mir Schminksachen, Nagellacks, Kosmetik und Accessoires gesammelt. 

Ich bin grundsätzlich einer der chaotischsten Menschen weltweit. Grundsätzlich fliegen in meinem Zimmer Klamotten, leere Wasserflaschen, Bücher und alles wild umher. Früher habe ich dann einmal alle 2 Wochen "von Grund auf" aufgeräumt, was mich ewig viel Zeit gekostet hat und trotzdem nichts gebracht hat, weil es nach 3 Tagen genauso aussah. Also wurde mein Zimmer jetzt komplett gemacht, alles alte flog raus und ich habe unter anderem ein komplett neues "Schreibtischsystem" bekommen mit Platz für meine unzähligen Studiumsunterlagen, Lehrbücher, Kommentare und Gesetzestexte. Seitdem ist mein Zimmer (ungelogen) grundsätzlich immer mehr oder weniger ordentlich. 

Mehr zu meinem Studium Rechtswissenschaften findet ihr hier.















KOLUMNE: Ghosting / @definitelymarie

Heute gibt es einen Text für euch, den nicht ich, sondern meine Freundin Marie verfasst hat. Es geht um das Thema: "Ghosting".
Wir sind sehr auf euer Feedback gespannt.


Eine Nacht wie jede andere, irgendwo in Deutschland. Eigentlich sollte ich schlafen, denn ich habe morgen Uni. Aber ich kann nicht, aus einem ganz bestimmten Grund. Und dieser Grund ist ER. Er und seine Nachricht oder eher Er und die Nachricht, die er nie abschickte und niemals wird. Die Nachricht, die alles erklärt hätte. 

Wie Philipp Posier es mal so treffend beschrieb. Es ist im Leben einer der härtesten Rückschläge, dass wenn man jemanden braucht, nach ihm fragt und er nicht mehr da ist. Man hat immer geglaubt, dass man vielleicht für den Anderen etwas Besonderes ist und irgendwann merkt man: Okay, vielleicht war das nur eine Hoffnung und vielleicht war das nur der Wunsch, dass man dem Anderen soviel bedeutet. Und dann merkt man, dass das nicht so ist und dann tut es sehr weh.

Und so liege ich in meinem Bett und hypnotisiere mein Handy, ungeachtet der Schmerzen in meiner Brust und das Ziehen in meiner Magengegend, wenn der Gedanke aufkommt, dass dieser Name nicht mehr auf meinem Display erscheinen wird. Ich werde mich einfach von dem Gedanken von ihm und mir verabschieden müssen. Auch wenn es echt schwer fällt und ich es einfach nicht verstehe. In meinen Augen hätte es keinen Grund gegeben für diesen plötzlichen Kontaktabbruch, in meinen Augen wäre alles perfekt geworden Er und ich. Aber so wie es jetzt gekommen ist, ist es einfach nur unfair.

Aber seit wann ist diese ominöse „Ghosting“ zum Volksport mutiert? Wann haben wir aufgehört uns mit Respekt, Anstand und vor allem Ehrlichkeit gegenüber zu treten. Das Phänomen „Ghosting“ hält wieder mehr denn je in unserer Gesellschaft und auch in meinem Privatleben Einzug. In Zeiten von Whatsapp und Co stehen wir alle täglich einem erhöhten Druck durch Social Media entgegen, schon klar.
Doch das kann meiner Meinung nach nicht die Antwort darauf sein, warum (vorwiegend) Männer fluchtartig die virtuelle Hintertür verlassen.
Nachrichten bleiben unbeantwortet, der Kontakt wird abgebrochen, das Gegenüber steht sprichwörtlich im Regen und weiß nicht warum. Denn wer „ghostet“ erklärt sich nicht, er sagt nicht „tschüss“. Er wählt die in seinen Augen bequemere, einfachere Art. Er geht dem möglichen Konflikt aus dem Weg. Er scheut der Konfrontation, die entsteht, wenn er seinem Gegenüber die „unbequeme Wahrheit“ eröffnet. Doch was er nicht weiß, oder nicht wissen will, ist, dass es dieses kleine Wort ist, dass den Betroffenen daraufhin nächtelang nicht schlafen lässt, Bauchschmerzen bereitet und Kummer: „Warum?“ „Warum hat er mir nicht einfach gesagt, woran es liegt?“ Und was ist so schwer daran, dem Gegenüber offen und ehrlich zu offerieren, dass aus einem kein gemeinsames Paar wird. Wenn er einen nicht kennenlernen will, nicht interessiert ist an einem oder generell an etwas oder es gerade nicht in sein Leben passt, dann kann er das doch sagen – und dann soll er das bitte aus!






Und nicht dieses feige Nicht-mehr-melden und den anderen völlig verdattert im Regen stehen lassen … Was ist das bitte?
Und nein, ich finde es keinesfalls ehrlicher, sich aus fehlendem Interesse nicht mehr zu melden, statt Interesse vorzugaukeln. Das ist beides genau gleich scheiße, da gibt es keinen Unterschied für mich. In beiden Fällen ist man dem anderen gegenüber unehrlich und respektlos. Hat man nicht noch den Funken Anstand, einfach zu sagen „tut mir leid, das mit uns beiden wird nichts“ ?
Sicherlich ist das schmerzhaft für das Gegenüber, aber garantiert nicht weniger als dieses unerwartete plötzliche „Ghosting“. Denn der Nachteil belibt: Der Betroffene sieht sich im Ungewissen zurück und wird unnötig belastet.
Und das kann einen ganz schön lähmen. Der Vorteil für den der „ghostet“ ist jedoch: Man kann sich vermeintlich schnell aus der Affäre ziehen ohne sich rechtfertigen zu müssen und rbaucht gar nicht erst auf das wohlmögliche emotionale Gesülze und Argumente des Gegenübers einzugehen, die bei einer direkten Konfrontation entstehen könnten. Obwohl direkte Konfrontation auch schon ein weit gegriffener Begriff ist, denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier über Online – Nachrichten sprechen. Es geht um SMS und Whatsapp, kein 4- Augen-Gespräch. Und was kann so schwer daran sein, 1-2 Zeilen zu tippen? Scheinbar einiges. Denn wohlgemerkt ist die Feigheit oder der Stolz (warum auch immer) größer als der Anstand.

Ich habe dieses Phänomen schon so oft in meinem Bekanntenkreis gesehen und am eigenen Leib erlebt. Und es ist nicht schön. Es bereitet Schmerzen. Die Ungewissheit, warum alles so gekommen ist wie es kam, warum es nicht so geworden ist, wie man dachte und warum er sich nicht einfach erklären konnte.